Mit dem Zug zur Oper
Frau Ricciarelli, Sie sind Sängerin, Schauspielerin, künstlerische Direktorin des Festivals von Macerata, zudem unterrichten Sie Sängernachwuchs in der von Ihnen gegründeten Accademia Lirica Internazionale. Wie bewältigen Sie dieses Arbeitspensum?
Ich bin jemand, der seiner Arbeit mit großer Leidenschaft nachgeht. So etwas wie Freizeit kenne ich eigentlich nicht. Ich arbeite immer und das mit Freude.
Die Uraufführung von «Le bel indifférent» in dieser Spielzeit war ein großer Erfolg.
Wird sich Macerata auch weiterhin der modernen oder gar zeitgenössischen Musik öffnen?
Die Publikumsreaktionen auf «Le bel indifférent» waren außerordentlich positiv. Marco Tutino hat da etwas sehr Schönes komponiert. Für das kommende Jahr überlegen wir, Kurt Weill ins Programm zu nehmen. Ganz sicher wird auch in Zukunft in Macerata nicht nur das traditionelle Opernprogramm gespielt.
Sie leiten die Festspiele jetzt im zweiten Jahr. Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft Maceratas aus?
Ganz sicher wird es im nächsten Jahr eine «Zauberflöte» geben, ganz sicher auch eine «Bohème». Alles weitere ist noch in Planung.
Sind neben der jüngsten Zusammenarbeit mit der Prager Staatsoper Kooperationen mit anderen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Auch Sammler historischer Gesangsaufnahmen, die schon (fast) alles zu besitzen glauben, können auf dem quantitativ immer mehr expandierenden Markt ständig neue Entdeckungen machen. Das englische Budget Label Dutton hat nun unter dem Titel «The lighter side of Emmy» eine Sammlung von Schmonzetten publiziert, die für den Geschmack der zwanziger Jahre nicht untypisch...
Nicht gerade mit überschäumender Emsigkeit, doch im einzelnen Fall mit großem Engagement beschäftigen sich die Opernhäuser mit den Bühnenwerken Franz Schuberts. Seit der denkwürdigen «Fierrabras»-Aufführung 1988 am Theater an der Wien, in Ruth Berghaus‘ Inszenierung, von Claudio Abbado dirigiert, haben mehrere Operntheater sich des Werkes angenommen, etwa Zürich...
Von den Protesten, die der Bayreuther «Ring»-Produktion 1976 entgegenschlugen, können sich viele, die nicht dabei waren, heute kaum noch eine Vorstellung machen. Dass grimmig blickende Menschen mit Transparenten um das Festspielhaus liefen, auf denen, groß und ernst gemeint, ein Alberich-Zitat stand, war dabei noch das Geringste: «Verflucht sei dieser ‹Ring›»....
