Macht, Liebe, Eifersucht

Giovanni Legrenzis «Il Giustino» und Bernard Langs «Der Alte vom Berge» in Schwetzingen

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Ein täglicher Blick in die Zeitung bringt es an den Tag: Macht, Liebe und Eifersucht sind die Triebkräfte, die die Menschheit in Atem halten. Was Wunder, dass sie seit jeher auch die Künstler umtreiben, von den Epen Homers über die mittelalterlichen Ritter­romane bis hin zur Fantasy-Literatur unserer Tage. Oper und Kino machen keine Ausnahme. Im Gegenteil, beide dienen der Unterhaltung und Zerstreuung – das war im Barock nicht anders als in der postmodernen Spaßgesellschaft.
In Venedig spielten im späten 17.

Jahrhundert zeitweise bis zu sieben Opernhäuser gleichzeitig und zogen wäh­rend des Karnevals Gäste aus nah und fern an. Was die Menge faszinierte, war – nicht anders als heute – weniger die Musik selbst als die Stars und die Inszenierung. Die Theaterleiter sparten beim meist nur spärlich besetzten Orchester und steckten alles Geld in die pomphafte Ausstattung. Technisch aufwändige Bühneneffekte sorgten für den entsprechenden Sinnenkitzel. So sind denn im Vorspann von Nicolò Beregans Libretto zu Giovanni Legrenzis Oper «Il Giustino» die von der Bühnenmaschinerie vorgeführten Flugwerke und allegorischen Erscheinungen säuberlich aufgelistet. Davon war im Schwetzinger ...

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Opernwelt Juli 2007
Rubrik: Im Focus, Seite 16
von Uwe Schweikert

Vergriffen
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