Die Komponisten schreiben heute nicht mehr so schnell wie Mozart
Herr Flimm, als Ihr Freund Gerhard Schröder im Herbst 1998 Helmut Kohl als Bundeskanzler ablöste, verkündete er, er wolle nicht alles anders machen, aber vieles besser. Im Oktober vergangenen Jahres haben Sie die Intendanz der Salzburger Festspiele von Peter Ruzicka übernommen. Was muss sich ändern, was wollen Sie besser machen?
Ich würde nie sagen, dass ich etwas besser machen kann. Ein solcher Satz liegt mir fern. Wir haben uns bestimmte Projekte und ein bestimmtes Thema vorgenommen.
Und ich will in Salzburg Opern zeigen, die dort lange nicht oder noch nie zu sehen waren: Berlioz’ «Benvenuto Cellini» zum Beispiel oder Haydns «Armida».
Sommerfestivals gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Was ist für Sie das Besondere an Salzburg?
Das Besondere ist die Vielfalt der Disziplinen in einem relativ kleinen Bezirk. Es gibt kaum ein anderes Festival, das eine solche Vielfalt bieten kann. Wir haben sechs Opernproduktionen, rund sechzig Konzerte, vier Schauspielpremieren, dazu jede Menge Lesungen, Gespräche und Diskussionen. Die ganze Bandbreite der Künste gewissermaßen. Und die Leute mögen das: an einem Tag eine Oper, am nächsten ein Konzert und am dritten ein Theaterstück, zum Beispiel den ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
In der Operette «Wiener Blut», deren Musik nach Stücken von Johann Strauß zusammengeschustert wurde, geht es um das, was der Titel verspricht: «Wienerblut, eigner Saft, voller Kraft, voller Glut». Damit richtig deutlich werden kann, was damit gemeint ist, bedarf es eines Kontrastes, eines Blutes gewissermaßen, das ganz und gar nicht wienerisch ist und in Wien...
Dominique Meyer, zur Zeit Direktor des Théâtre des Champs-Élysées in Paris, wird ab Herbst 2010 Staatsoperndirektor in Wien. Nach Willen von Kanzler Alfred Gusenbauer hätte Ioan Holenders Nachfolger eigentlich Startenor Neil Shicoff sein sollen, doch setzte sich die für diese Wahl eigentlich zuständige Kunstministerin Claudia Schmied durch. Der Diplomatensohn...
Eine Bar. Drei Männer und eine Frau. Der Geist aus der Flasche löst ihre Zungen, beflügelt die Fantasien, weckt Träume, Sehnsüchte, Begierden. Doch nach durchzechter Nacht kehren alle unerfüllt in die Tristesse des Alltags zurück: Ausgehend von Wystan Hugh Audens «The Age of Anxiety» rückt der irisch-schweizerische Komponist John Wolf Brennan diesen Ort der...
