Priesterin und Streunerin: Sondra Radvanovsky (Norma) und Joyce DiDonato (Adalgisa); Foto: Met/Ken Howard

Hinreißend ausgelotet

Bellini: Norma New York | Metropolitan Opera

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Seit dem Umzug ins Lincoln Center 1966 hat die Met erst zwei «Normas» herausgebracht (1970 und 2001) – in Sachen Düsternis und Unbeweglichkeit stand die eine der anderen nicht nach. Jetzt hat David McVicar einen neuen Versuch unternommen. Die Bühne zeigt ein waldig-nebliges Gallien, das nach «Game of Thrones» aussieht. Das erste Bild ließe sich auch als Caspar David Friedrich-Version von Hernes Eiche beschreiben. Licht ins Dämmerdunkel bringt Paule Constable mit einigen einfallsreichen Einstellungen. So weit, so konventionell.

Statisch geht es im Gegensatz zu den Vorgänger-Produktionen allerdings ganz und gar nicht zu – im Gegenteil: Immer wieder stört plumpe Betriebsamkeit die Massenszenen. Norma (ebenso wie die verblüffend präsente Adalgisa) muss sich in der Auftrittsszene am Boden winden. Dass McVicar Gefallen an knapp bekleideten Statisten findet, weiß man hinlänglich aus seinen Arbeiten. Aber müssen sie ausgerechnet zum zarten (und wunderbar gesungenen) Terzett «Qual cor tradisti» Planken auf die Bühne wuchten?

Derlei ärgert. Doch auf eins versteht sich der Regisseur hervorragend: das feinfühlige Ausloten der menschlichen Beziehungen im zentralen Liebesdreieck. Mit den ...

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Opernwelt November 2017
Rubrik: Panorama, Seite 54
von David Shengold

Vergriffen
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Commercial

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Spielpläne Ausland November 2017

Ägypten

Kairo
Cairo Opera

Tel. +20-2-736 73 14
info@cairoopera.org
www.cairoopera.org
– Così fan tutte: 9., 10.

Argentinien

Buenos Aires
Teatro Colón

Tel. +54-1-382 23 89
www.teatrocolon.org.ar
– Barstow: 2., 3., 4., 5.
– Rusalka: 7., 10., 11., 12., 14.

Buenos Aires Lírica
Tel. +54-11-48 12 63 69
www.balirica.org.ar
– Ba-ta-clan: 6., 13., 20.

La Plata
Teatro Argentino

Tel....

Editorial November 2017

Wenn uns die (Musik-)Geschichte eines lehrt, dann dieses: Nicht jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Auch all jene Musenkinder, die der Wiedereröffnung der Berliner Lindenoper sehnsuchtsvoll entgegengefiebert hatten, sahen sich, nolens volens, mit dieser Einsicht konfrontiert. Denn in die berechtigte Freude über die Tatsache, dass sieben Jahre im Charlottenburger...