Gottes Werk und Teufels Beitrag

Die Musiktheater-Revue «Vergeigt» in Basel

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So könnte es gewesen sein, damals, als Niccolò Paganini, der Teufelsgeiger, seine Konzerte gab, so zeigt ihn manche Karikatur. Aus dem tiefen Dunkel der Bühne im Theater Basel schält sich eine Gestalt, besessen nur von einem: vom leidenschaftlichen Spiel auf der Violine. Die wilden Haare fliegen umher, der lange Künstlermantel ebenfalls: Ekstase auf vier Saiten.

Doch dieses Mal ist eine Teufelsgeigerin am Werk: Patricia Kopatchinskaja hat das Konzertpodium mit der Theaterbühne getauscht.

Und sie spielt nicht nur Geige, sie spielt auch (mit) sich, mit anderen, gegen andere. Alles ist möglich in diesem Stück mit dem vielsagenden Titel «Vergeigt». Autor – Herbert Fritsch. Der Regisseur mit dem Hang zum subtilen, dann wieder ganz rustikalen Klamauk, der Theatermann, der sein Theater so gerne in kontrastierende Farben taucht, hat sein eigenes Musiktheater kreiert. Und dafür eine Partnerin gefunden, die seine Vorlieben ganz offensichtlich teilt. Kopatchinskaja geht auf in dem (mit ihr) achtköpfigen Ensemble aus Schauspielern, Sängern, Instrumentalisten, Tänzern, Akrobaten. «Vergeigt» ist Theater, Kleinkunst, Kabarett, Zirkus. Und in den besten Momenten eine durchaus hintergründige ...

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Opernwelt Juli 2023
Rubrik: Magazin, Seite 73
von Alexander Dick

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