Erfrischend natürlich

Mozart made in Salzburg: Rafael Fingerlos singt ausgewählte Arien, Marc Minkowski und seine Musiciens du Louvre veredeln «Mitridate, Re di Ponto»

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Wir wissen natürlich nicht, was genau sich da in der Einkaufstüte befand, als Papst Franziskus Anfang des Jahres einen römischen Schallplattenladen verließ. Dessen Besitzer gab lediglich bekannt, er habe seinem prominenten Kunden eine Schallplatte mit Musik von Mozart geschenkt. Wir hätten freilich für den klassische Musik liebenden Heiligen Vater schon das richtige Geschenk anbieten können: «Mozart made in Salzburg» heißt die 18 Nummern umfassende, sehr persönliche Liebeserklärung des jungen Salzburger Baritons Rafael Fingerlos an seinen genialen Landsmann.

 

Als in Pandemiezeiten öffentliche Auftritte nicht möglich waren, produzierte der aufstrebende Sänger, der sich mit originellen «Konzeptalben» und bemerkenswerten Lied-CDs einen Namen gemacht (und zwischenzeitlich sein Engagement an der Wiener Staatsoper gegen freiberufliche Verpflichtungen eingetauscht hat), das «Heimspiel» einfach selbst. Als kundige Mitstreiter engagierte er das Mozarteumorchester und dessen 86-jährigen ehemaligen Chefdirigenten Leopold Hager, immerhin «Entdecker» der Jugendopern Mozarts. Den abwechslungsreichen Strauß aus Gusto-Stücken des Repertoires, Konzertund Einlagearien und Liedern (in ...

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Opernwelt April 2022
Rubrik: Hören, sehen, lesen, Seite 30
von Karl Harb

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