­Brennan: Night.Shift

St. Gallen

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Eine Bar. Drei Männer und eine Frau. Der Geist aus der Flasche löst ihre Zungen, beflügelt die Fantasien, weckt Träume, Sehnsüchte, Begierden. Doch nach durch­zechter Nacht kehren alle unerfüllt in die Tristesse des Alltags zurück: Ausgehend von Wystan Hugh Audens «The Age of Anxiety» rückt der irisch-schweizerische Komponist John Wolf Brennan diesen Ort der einsamen Herzen ins Zentrum seiner Oper «Night.Shift» («Nacht. Schicht»).

Und so buhlen der alternde Quant (Malcolm Rivers), der skeptische Malin (David Maze) und der jugendliche Emble (Neal Banerjee) um die Gunst der attraktiven Rosetta (Noëmi Nadelmann), derweil ein quirliger Barmann (Yaniv d’Or) die Fäden in der Hand behält. Markus Meyer hat ihm für die Uraufführung den wohl längsten Tresen St. Gallens schlangenförmig in die Lokremise gebaut. Den Protagonisten dient er als Laufsteg, zu dessen beiden Seiten sich das Publikum auf Hockern niederlässt. Mittendrin, in der zentralen Buchtung, sitzt das von Peter Tilling geleitete Orchester.
Die ungewohnte Raumaufteilung hat ihren Reiz. Selten kann man einem Opernensemble so hautnah bei der Arbeit zusehen. Dem 16-köpfigen Theaterchor eröffnet sie ein weites Betätigungsfeld zwischen ...

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Opernwelt Juli 2007
Rubrik: Kurz berichtet, Seite 53
von Jürg Huber

Vergriffen
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