Apropos... Soubrette
Frau Kurzak, eine Rolle wie Donizettis Regimentstochter macht Ihnen an Unverschämtheit und Witz derzeit kaum jemand nach. Selbst Natalie Dessay wirkte kühler, Edita Gruberova hatte etwas Automatenhaftes, und Joan Sutherland gab mehr das Zirkuspferd. An wem haben Sie sich orientiert?
Allenfalls an Mariella Devia. Sie gehört zu meinen Vorbildern. Wenn gelacht wird, hat man etwas richtig gemacht. Die letzte Aufführung in Wien war übrigens die beste. Gute Spitzentöne. Ich konnte eigene Sachen einbauen.
Natürlich nur solche, von denen ich wusste, dass Laurent Pelly, der Regisseur, einverstanden sein würde. Wahrscheinlich ist in der Wiener Staatsoper noch nie so falsch gesungen worden wie in den Szenen, wo ich das absichtlich mache. Ich habe mich selbst halb krankgelacht.
Für Lily Pons war die Regimentstochter eine Basis für die Karriere. Könnte man heute auf dieser Rolle eine ganze Laufbahn aufbauen?
Heute ist das leider unmöglich. Sie wird zu selten gespielt. Und das, obwohl ich hier alles zeigen kann. June Anderson meinte, die Regimentstochter sei die schwierigste Rolle, die sie je gesungen habe. Anhand ihrer Platte, das gebe ich zu, habe ich gelernt. Allerdings nur das Stück, nicht ...
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Opernwelt August 2013
Rubrik: Magazin, Seite 79
von Kai Luehrs-Kaiser
Die amerikanische Avantgarde-Schriftstellerin Gertrude Stein träumte davon, Bilder in Texte zu «übersetzen». Ausgangspunkt waren die kubistischen Kompositionen ihrer Malerfreunde Picasso und Braque. Dabei ging es ihr nicht um die Beschreibung ästhetischer Erfahrung, sondern um die Nachbildung von Strukturen, Rhythmen, Farbwerten mit den Mitteln der Sprache,...
54. Jahrgang, Nr 8
Opernwelt wird herausgegeben von Der Theaterverlag - Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752258
Redaktion Opernwelt
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Redaktionsschluss dieser Ausgabe war der 09.07.2013
Redaktion:
Stephan Mösch (V. i. S. d. P.)
Albrecht...
In Sachsen-Anhalt hat Kultusminister Stephan Dorgerloh kürzlich die neuen Theater- und Orchesterverträge vorgestellt, die ab 2014 gelten sollen. Gute Nachrichten hatte er nicht: Die Förderung des Landes wird ordentlich zurechtgestutzt, sinkt von derzeit 36 Millionen auf 29 Millionen Euro.
Was heißt das konkret? Verteilt wird nach Einwohnerzahl, den Maßstab setzt...
