Geisterstunden in Charleston

Hosokawas «Matsukaze», Puccinis «Le Villi» und Giordanos «Mese Mariano» beim Spoleto Festival

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Die amerikanische Ausgabe des Spoleto Festivals mit seinem bunten Mix aus Klassik und Jazz, Theater und Tanz wird seit 1977 in Charleston (South Carolina), der Partnerstadt des umbrischen Spoleto, ausgerichtet. In den vergangenen Jahren hat sich die Praxis etabliert, zwei Opernabende an jeweils unterschiedlichen Spielstätten zu präsentieren. Die Auswahl des Repertoires ist selten konservativ oder populistisch geprägt.

Diese Spielzeit etwa bot Werke der eher tiefgründig-dunklen Art: Toshio Hosokawas «Matsukaze» sowie einen Doppelabend mit Giordanos Einakter «Mese Mariano» und Puccinis Opernerstling «Le Villi». Musikalisch profitierten beide Produktionen nicht zuletzt von den vortrefflichen Chören, einstudiert hatte sie einmal mehr Joseph Flummerfelt, der scheidende Artistic Director des Festivals, ein Urgestein aus der Anfangszeit unter Gian-Carlo Menotti.

Die Premiere von Hosokawas (2011 an Brüssels La Monnaie uraufgeführter) Oper «Matsukaze» fand in der intimen Atmosphäre des in den 1930er-Jahren rekonstruierten Dock Street Theatre statt – dem ersten, 1736 explizit für Theater- und Opernaufführungen errichteten Haus Nordamerikas. In der opulenten Ausstattung von Chen Shi-Zheng ...

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Opernwelt August 2013
Rubrik: Magazin, Seite 75
von David Shengold

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