Wenig Neues

Der Band «Aufgehobene Revolution» von Laurenz Lütteken bietet leider nur wenig Neues in der Causa Wagner

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Letzten Dingen haftet nicht selten die Aura des Außergewöhnlichen an, zumal wenn es sich dabei um Kunstwerke handelt, deren Wirkung noch Jahrhunderte danach zu spüren ist. Ludwig van Beethovens Streichquartett op. 135 in F-Dur zählt zweifelsohne in diese Kategorie, es ist das markante Schlusswort eines in vielfacher Hinsicht revolutionären Komponisten.

Er selbst schien dies zu spüren, setzte er doch dem Finale eine sinnträchtige Sentenz voran: «Muss es sein? Es musste sein! Es musste sein!»

Ein ähnlicher Gedanke durchflutete vermutlich auch Laurenz Lütteken, als es darum ging, etwas zum 150-jährigen Jubiläum der Bayreuther Festspiele beizutragen. Also kramte der kundige Musikwissenschaftler, seit 2011 Ordinarius für selbiges Fach an der Universität Zürich, in seinen Publikationen – und fand darin sowohl vier Programmheftbeiträge zum «Ring», die er im Auftrag des Brüsseler Théâtre La Monnaie und für eine dortige Neuproduktion des «Bühnenfestspiels» verfasst hatte (und die bis dato nur auf Französisch und Flämisch vorlagen), als auch vier von ihm gehaltene Vorträge – über den Linkshegelianer Wagner, dessen musikalische Utopien, sein inniges Verhältnis zu Goethe und schließlich über ...

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Opernwelt Juli 2026
Rubrik: Magazin, Seite 86
von Jan Verheyen

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