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Der erste Schock stellt sich ein, wenn der Vorhang hochgeht. Man fühlt sich in ein Filmstudio oder ins Laientheater versetzt: links das Portal einer Kirche – die Handlung spielt 1414 zur Zeit des Konstanzer Konzils –, rechts das schmucke Fachwerkhaus des jüdischen Goldschmieds Eléazar, dazwischen ein Platz, der den Blick auf einen Wehrgang freigibt. Ein...
Es sei – so schreibt der Komponist 1971 – zum Verständnis und zum Genuss seiner «Elegie» von nicht unerheblicher Wichtigkeit, die «Reibungen zwischen Farce, Tragödie, Opera buffa und Psychodrama» sichtbar zu machen – eine Forderung, die in der neuen Lübecker Produktion in hohem Maße erfüllt wird. Auf subtile Weise spürt Reto Nicklers Regie den unterschiedlichen...
2006 wurde in Köln Jan Müller-Wielands «Held der westlichen Welt» präsentiert – ein buntes Stil-Crossover mit prächtigen (Quasi-)Zitaten zur schwarzen Komödie des John M. Synge: Das trunkene, maulheldenhafte, trostlose Irland von 1907 diente einem Hartz-IV-Musiktheater mit Berliner Volksbühnen-Charme als Vorlage. Nun kam mit «Rotter» das Gegenstück an den...
