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Opernwelt Mai 2008
Rubrik: Service, Seite 74
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Vergriffen
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Vexierbilder der Gewalt

Der erste Schock stellt sich ein, wenn der Vorhang hochgeht. Man fühlt sich in ein Filmstudio oder ins Laientheater versetzt: links das Portal einer Kirche – die Handlung spielt 1414 zur Zeit des Kons­tanzer Konzils –, rechts das schmu­cke Fachwerkhaus des jüdischen Goldschmieds Eléazar, dazwischen ein Platz, der den Blick auf einen Wehrgang freigibt. Ein...

Henze: Elegie für junge Liebende

Es sei – so schreibt der Komponist 1971 – zum Verständnis und zum Genuss seiner «Elegie» von nicht unerheblicher Wichtigkeit, die «Reibungen zwischen Farce, Tragödie, Opera buffa und Psychodrama» sichtbar zu machen – eine Forderung, die in der neuen Lübecker Produktion in hohem Maße erfüllt wird. Auf subtile Weise spürt Reto Nicklers Regie den unterschiedlichen...

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