Szenen einer Musikerehe

Freiberg/Döbeln, Strauss: Intermezzo

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Wenn eine temperamentvolle Sängerin einem dirigierenden Komponisten bei den Proben nach zweimaliger Unterbrechung zwecks Korrektur wütend die Partitur auf den Kopf schlägt und davonrauscht, dann weiß man, dass die folgende private Liaison, sprich: Ehe, nur glücklich werden kann und lebenslang hält.

Nun gab Frau Pauline de Ahna, nachdem sie Frau Ri­chard Strauss geworden war, keinesfalls Ruhe, die ehelichen Anekdoten sind Legende, amüsierten die Musikwelt und erschreckten manchmal die Freunde, vor allem, nachdem der Komponist sich angeschickt hatte, aus dem Quiproquo seines häuslichen Ehelebens eine Oper zu machen: «Intermezzo», uraufgeführt anno 1924, eine «Bürger­liche Komödie» mit sinfonischen Zwischenspielen, mit einem Libretto des Komponisten, der schließlich am bes­ten wissen musste, wie’s bei ihm daheim zuging.
Nach dem Krieg ist «Intermezzo» nur selten auf den Spielplänen erschienen (München 1988, mit Felicity Lott und Hermann Prey, Regensburg vor zehn Jahren). Die Nähe zur Strauss-Metropole Dresden und deren Strauss-Festtagen spornte das kleine Theater in Freiberg zum Konkurrenzkampf an: Dem direkten Vergleich allerdings ging man mit der Wahl des Operntitels aus dem Wege – ...

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Opernwelt Februar 2006
Rubrik: Panorama, Seite 45
von Gerhard Rohde

Vergriffen
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