Schumann, der Grenzgänger
Die Visitenkarte noch vor der offiziellen Amtseinführung – so stellt sich der erste Mitschnitt des London Symphony Orchestra mit seinem künftigen Chef Simon Rattle dar, der nun beim orchestereigenen Label veröffentlicht worden ist. Thema ist Robert Schumanns genial-befremdliches Oratorium «Das Paradies und die Peri», in dem einige Dirigenten sein bestes Werk für Orchester erkennen wollen. Rattle ist einer dieser Befürworter, sonst hätte er es nicht schon in Berlin und München präsentiert. Nun also brachte er seine Erfahrungen nach London.
Das Ergebnis liegt jetzt als Doppel-SACD und Audio-Bluray-Version vor. Doch als herausragend kann man das Klangbild, trotz des technischen Aufwands, nicht einstufen.
Das Orchester musiziert agil, folgt geschmeidig den Impulsen seines künftigen Taktgebers, mitunter auch etwas zaghaft, als wolle man (noch) nicht das ultimative Abenteuer wagen. Das hat wohl auch ein bisschen mit Rattles Neigung zu tun, eher auf weiche Linien als raue Akzente zu setzen. Insofern bleiben die Einspielungen unter Nikolaus Harnoncourt und John Eliot Gardiner erste Wahl. Die Solisten bilden ein homogenes Ensemble. Freilich erreicht Sally Matthews als Peri weder die ...
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Opernwelt März 2016
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 19
von Christoph Vratz
Australien ist ein Einwanderungsland – das gilt auch für die Tierwelt. Eine ganze Reihe von Arten gelangte im Zuge der europäischen Besiedlung des Kontinents ab dem Ende des 18. Jahrhunderts nach Down Under und richtet dort seither wirtschaftliche und ökologische Schäden beträchtlichen Ausmaßes an. Eine der größten Import-«Plagen» ist das Kaninchen. Der grabe-,...
Impressum
57. Jahrgang, Nr 3
Opernwelt wird herausgegeben von
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Redaktionsschluss dieser Ausgabe
war der 09.02.2016
Redaktion
Wiebke Roloff
Albrecht Thiemann (V. i. S. d....
Viele Jahre sprang an Berlins Staatsoper René Jacobs mit Barockopern in die Bresche, wenn Daniel Barenboim mit der Staatskapelle auf Reisen ging – und triumphierte. Verflossene Zeiten. Diesmal, das Orchester weilte in Japan, zelebrierte man im Ausweichquartier Schiller Theater den «Mord an Mozart»: ein extravaganter Musiktheater-Versuch, eine Collage aus...
