Rossini: Der Barbier von Sevilla

München

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Biene Maja auf der Opernbühne: Rund um eine hübsche riesige Blume (Ausstattung: Christian Schmidt) tummelt sich der junge Graf Almavia als verliebte Hummel, die sich vor einer Riege Ameisen (irre komisch und exzellent parlierend: der Männerchor des Gärtnerplatz-Theaters) immer wieder neckisch mit ­einem goldenen Flitterregen bestäubt. Tom Cooley singt ihn mit intensivem lyrischen Tenor und spielt wunderbar selbstironisch. Figaro (Marian Pop) rockt als Stubenfliege in schwarzer Ledermontur – eine virile, etwas näselnde Elvis-Paro­die – gern über die Bühne.

Rosina (Rebecca Martin) dagegen hat die Gestalt eines süßen, zart­roten Schmetterlings. Stimmlich ist sie vielleicht allzu leichtgewichtig, aber wie sie die Finger subtil als zitternde Flügel zu den Koloraturen ihrer ersten Arie bewegt, das ist höchst anrührend – und virtuos. Dagegen erweist sich die Spinnengestalt des Dr. Bartolo (mit prägnantem Buffo-Bass: Jörg Simon) als wenig attraktiv, und auch der Musiklehrer Basilio (mächtig auftrumpfend: Pawel Czekala) ist als Blattlaus nur ein klebriges Ekel. Die Haushälterin Berta (mit musi­kalischem Mutterwitz: Cornelia Horak) robbt dagegen als müde Schne­cke minutenlang täuschend echt ...

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Opernwelt Februar 2006
Rubrik: Kurz berichtet, Seite 50
von Klaus Kalchschmid

Vergriffen
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