Herrn Abrahamsens Gespür für Schnee

Mal fantastisch glitzernd, mal leise verweht, mal prächtig aufrauschend: die Klangwelten Hans Abrahamsens

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Schon als Kind war Hans Abrahamsen fasziniert von Schnee. In allen vielgestaltigen Erscheinungsformen weckte das geheimnisvolle Naturphänomen seine Bewunderung. Bis heute findet sich ein mannigfaches Echo dieser Verzauberung in der Musik des dänischen Komponisten, auch wenn sich deren Klangwelten nicht darauf reduzieren lassen. Abrahamsen wurde am 23. Dezember 1952 in Kopenhagen geboren. Während seiner Schulzeit erhielt er Hornunterricht. In den späten 1960er-Jahren ließ er sich von Musik der Beatles und Bob Dylans zur Komposition von simplen folkloristischen Stücken anregen.

Als erstes Werk schrieb Abrahamsen 1969 «October» für Horn und (linkshändige) Klavier­be­gleitung. Im selben Jahr begann er ein Hornstudium am Königlichen Konservatorium seiner Heimatstadt. Nach weiteren Studienjahren in Aarhus ging er 1975 zurück an das Kopenhagener Konservatorium und setzte dort bis 1981 seine Ausbildung fort. Musiktheorie studierte er nun unter anderem bei dem deutsch-dänischen Komponisten Yngve Jan Trede (1933–2010), dem ehemaligen Patensohn des Schriftstellers Hans Henny Jahnn. Privat ging er zudem bei Tredes Kollegen Per Nørgård und György Ligeti in die Lehre.

Mit Kammermusik – darunter ...

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Opernwelt Jahrbuch 2020
Rubrik: Uraufführung des Jahres, Seite 37
von Werner M. Grimmel

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