Glücklich ist, wer gewinnt
Es war Herbert von Karajan, der vor bald 40 Jahren den Impuls gab: Im Gespräch mit Liz Mohn beklagte der Maestro einst die fehlende Förderung des Operngesangs in Deutschland. Der Gedanke ließ die heutige Witwe des Bertelsmann-Chefs Reinhard Mohn nicht los, und so rief sie 1987 den internationalen Gesangswettbewerb «Neue Stimmen» ins Leben, der seither im Zwei-Jahres-Turnus stattfindet und sich einiger Entdeckungen rühmen darf. Gleich die erste Preisträgerin 1987 war die Altistin Nathalie Stutzmann.
Franco Fagioli läutete mit seinem ersten Preis 2003 die Hochkonjunktur der Countertenöre ein, Star-Status erreichte zuletzt Elsa Dreisig, sie stand 2015 auf dem Treppchen.
«Creating Careers» lautet der Untertitel des Wettbewerbs. Und tatsächlich gleicht die Stadthalle Gütersloh in der Woche vor dem Finale einem Campus. Es gibt Coachings und nach jeder Runde ausführliche Feedbacks für die Teilnehmer. Neben den Jury-Mitgliedern, die selbst große Opernhäuser vertreten – so etwa Dominique Meyer für die Mailänder Scala, Sophie Joyce für die Opéra National de Paris, Sophie de Lint für Amsterdam – sind auch Casting-Direktorinnen wie etwa Evamaria Wieser (Salzburger Festspiele und Lyric Opera ...
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Opernwelt Dezember 2024
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Regine Müller
JUBILARE
Beat Furrer wuchs in Schaffhausen auf und erlernte zunächst an der Musikschule Klavier. Im Jahr 1975 ging er mit Anfang 20 nach Wien, um dort Komposition bei Roman Haubenstock-Ramati und Dirigieren bei Otmar Suitner zu studieren. 1985 gründete er das Klangforum Wien, das er bis 1992 leitete und dem er seitdem als Dirigent verbunden ist. Im Auftrag der...
Skandal! In großen Lettern stand das Wort im Raum, seit eine Zürcher Sonntagszeitung ans Licht gebracht hatte, dass am Opernhaus Zürich vor der Premiere von Alfred Schnittkes Oper «Leben mit einem Idioten» massiv in Libretto und Partitur des Stücks eingegriffen worden sei. Der Schuldige war rasch ausgemacht, es war der Regisseur Kirill Serebrennikov, der dafür...
Donizetti als Liedmeister? Einige seiner Romanzen erfreuen sich seit Langem einer gewissen Beliebtheit, vor allem als Zugaben in Solokonzerten. Aber wer hätte gedacht, dass sich von dem genau zehn Monate vor Schubert geborenen Komponisten um die 180 Lieder für Singstimme und Klavier erhalten haben – Duette und Terzette nicht mitgezählt. So kann man Opera Rara zu...
