Atemberaubend
Donizetti als Liedmeister? Einige seiner Romanzen erfreuen sich seit Langem einer gewissen Beliebtheit, vor allem als Zugaben in Solokonzerten. Aber wer hätte gedacht, dass sich von dem genau zehn Monate vor Schubert geborenen Komponisten um die 180 Lieder für Singstimme und Klavier erhalten haben – Duette und Terzette nicht mitgezählt. So kann man Opera Rara zu dem Plan einer Gesamtausgabe nur gratulieren – eine weitere editorische Großtat der Londoner Stiftung! Gerade sind die ersten beiden von acht geplanten Alben erschienen.
Nicht wenige der aufgenommenen Lieder wurden erst kürzlich wiederentdeckt. Die Vielfalt der Kompositionen zwischen Frühwerken, die fast noch den Geist des Rokoko atmen, und elegischen Einzelstücken aus den letzten Schaffensjahren nach 1840 ist nachgerade atemraubend.
Diese Qualitäten kommen bei der bunten Auswahl, die auf den zwei Platten vorgestellt wird, leider nur teilweise zum Tragen. Jedenfalls ist allen Neugierigen dringend zu empfehlen, sich zunächst der zweiten CD zuzuwenden. In der Gegenüberstellung des Tenors Lawrence Brownlee mit dem Bariton Nicola Alaimo erweist sich wieder einmal, dass nicht-muttersprachliche Sänger die rhetorischen Finessen ...
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Opernwelt Dezember 2024
Rubrik: CD, DVD, Buch, Seite 26
von Anselm Gerhard
JUBILARE
Beat Furrer wuchs in Schaffhausen auf und erlernte zunächst an der Musikschule Klavier. Im Jahr 1975 ging er mit Anfang 20 nach Wien, um dort Komposition bei Roman Haubenstock-Ramati und Dirigieren bei Otmar Suitner zu studieren. 1985 gründete er das Klangforum Wien, das er bis 1992 leitete und dem er seitdem als Dirigent verbunden ist. Im Auftrag der...
Dolce vita mit Pizza ’Ndrangheta: In Hagen spielt eine französische Operette im italienischen Mafia-Milieu. Der Titelheld ist ein Gangster, sein Gegenspieler, König Bobèche, ein Emporkömmling aus der Halbwelt, mit einer frappierenden Ähnlichkeit zu Silvio Berlusconi. Der vielleicht schamloseste italienische Politiker der jüngeren Geschichte eignet sich gut als...
Das glamourös-glitzernde Glück währt genau 18 Minuten. Und das seit 1963, einmal pro Jahr, an Silvester, auf etlichen Kanälen der real noch existierenden öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten, stets und wie gewohnt zur besten Sendezeit. «Dinner for one» ist vielleicht der witzigste Sketch aller Zeiten (ersonnen hat ihn natürlich kein Deutscher, sondern ein Brite,...
