Frische, die man hören kann
Das gibt es nicht einmal in der Hauptstadt: Die Berliner Philharmoniker an drei aufeinanderfolgenden Tagen mit drei Weltklasse-Dirigenten und drei verschiedenen Programmen. Insofern erst mal: Chapeau! Baden-Baden veranstaltete 2019 Osterfestpiele, die über den drögen Repräsentationszirkus, der gleichzeitig in Salzburg stattfand, weit hinausreichten. Dass die Berliner Philharmoniker auch in zahlreichen Kammermusikformationen und bei Jugendprojekten in der ganzen Stadt präsent sind, gehört inzwischen zum Standard dieses Festivals.
Dem scheidenden Intendanten Andreas Mölich-Zebhauser und seinem Team ist da eine Verbindung unterschiedlicher Programmschienen gelungen, wie man sie selten findet. Und das wohlgemerkt nicht im subventionierten, sondern im gänzlich privat finanzierten Rahmen.
Vorfreude ist die schönste Freude. Deshalb haben Konzerte mit den Berliner Philharmonikern und ihrem künftigen Chef Kirill Petrenko derzeit einen besondere Charme. Viel wechselseitige Offenheit, gesteigerte Konzentration. Frische, die man hören kann. Zum Beispiel bei Tschaikowskys 5. Symphonie, die in Baden-Baden nicht als aufgeheiztes Per aspera ad astra-Dramolett zu hören war, sondern in der ...
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