In allen Epochen bei sich

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Die Musik war ihr in die Wiege gelegt. Vermutlich sprang der Funke von der Großmutter, einer seinerzeit in Ungarn populären Sängerin, auf die 1923 in Zürich geborene Sopranistin über. Nach dem Gesangsstudium in Hannover debütierte Colette Lorand 1945 in Basel, 1955 stand sie bei der Eröffnung der neuen Hamburger Staatsoper (deren Ensemble sie bis 1969 angehörte) als Königin der Nacht auf der Bühne. Seit den 1970er-Jahren gastierte Lorand regelmäßig am Nationaltheater München, an der Deutschen Oper Berlin, in Stuttgart, Düsseldorf und Zürich.

Stationen ihrer internationalen Karriere waren u. a. Lissabon, Rom, Neapel, Kairo, Rio de Janeiro und die Wiener Staatsoper. Ihr besonderes Interesse galt Werken des 20. Jahrhunderts. So wirkte Lorand bei zahlreichen Uraufführungen mit, darunter in Boris Blachers «Zwischenfälle bei einer Notlandung» (Hamburg, 1966) und Carl Orffs «De temporum fine comoedia» (Salzburg, 1973). Ihren Bühnenabschied nahm sie 1983 am Theater Basel als Emilia Marty in Leoš Janáčeks «Die Sache Makropulos». Einer ihrer glühendsten Fans ist der Komponist Aribert Reimann. Er schickte uns diese persönliche Würdigung:

Meine erste Begegnung mit Colette Lorand war die ...

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Opernwelt Juni 2019
Rubrik: Magazin, Seite 63
von Aribert Reimann

Vergriffen
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