Fragwürdig

Mozart: Die Zauberflöte am Theater Bremen

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Altes Stück, neue Aspekte? So ganz hat das in Bremen mit Mozarts Dauerbrenner nicht geklappt. Eine Mischung aus Traumerzählung, Coming-of-Age-Geschichte, Abenteuerreise und Scien -ce-Fiction sollte sie laut Programmheft in Marco Štormans Lesart werden, die neue «Zauberflöte». Doch dazu müsste man erstmal überhaupt eine Geschichte erzählen.

Und genau daran hapert es in dieser Inszenierung, die das Werk, inklusive Pause, im Zweieinviertel-Stunden-Schnelldurchlauf präsentiert, fast ohne Dialoge, mit schmerzhaften musikalischen Kürzungen und Umstellungen. Man springt von Puzzle-Teil zu Puzzle-Teil, sieht sich mit einigen hübsch arrangierten und ausgeleuchteten Bildern konfrontiert und sucht immer wieder nach einem verbindenden Faden: Wer hat Pamina und Tamino auf diese merkwürdige Prüfungsreise geschickt, und was soll sie überhaupt bezwecken? Welche Rolle spielt dabei Papageno, der hier den ganzen Abend in einer Zwangsjacke – einem überaus unglücklichen Kostüm – steckt und ausgerüstet ist wie zu einer Polarexpedition? Wer ist dieser Monostatos, dem man bis auf eine Eingangspassage seine zauberhaft-tiefsinnige Geschwind-Arie «Alles fühlt der Liebe Freuden» gestrichen hat und damit ...

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Opernwelt Juli 2026
Rubrik: Panorama, Seite 60
von Gerhart Asche

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