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Die kleine Folkoperan in Stockholm feiert ihr 50-jähriges Bestehen und kann auf eine breite Zustimmung verweisen

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An den Kinospot erinnern sie sich heute noch in der Stadt: Zu sehen ist ein Opern-Vorsingen, die trällernden Damen klingen allesamt schrecklich. Plötzlich steht eine Besucherin auf, erklärt dem verzweifelten Opernchef auf der Leinwand keck, sie könne das besser. Der dreht sich um, blickt in den Kinosaal und gibt seinem Filmpianisten das Signal.

Die Sängerin brilliert vor dem erstaunten Lichtspielpublikum, bekommt den Job, und Stockholm hat ein Gesprächsthema: Die Folkoperan, das kleine Guerilla-Opernhaus im Stadtteil Södermalm, spielt ein hierzulande kaum bekanntes Stück namens «Die Liebe zu den drei Orangen».

Die Geschichte mit den «Drei Orangen» von damals ist bezeichnend für den ungebrochenen Mut der Macher, Stücke abseits von «Carmen» oder «Tosca» anzubieten (die es natürlich auch gibt): Zum 50. Geburtstag bringt die Folkoperan zwei Uraufführungen heraus. Im September wird «Jag är Ulla Winblad» kommen, ein Stück über die Muse des schwedischen Troubadours Carl Michael Bellman, dessen Melodien aus dem 18. Jahrhundert noch heute bekannt sind (es sind, wie fast immer, mindestens 40 Vorstellungen angesetzt). Bereits im Mai feierte «Nietzsche kontra Wagner» Premiere. Ein Abend über ...

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Opernwelt Juli 2026
Rubrik: Magazin, Seite 92
von Stephan Knies

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