«Die beste Zeit ist jetzt»

Was möchte die Mezzosopranistin Elina Garanča eigentlich nach ihrer Karriere machen? Das hat sie uns verraten. Ein Gespräch über 780 Gramm schwere Tomaten, die «Eins» bei Dirigenten – und die Zukunft.

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Frau Garanča, wie viele Sprachen beherrschen Sie eigentlich?
Sechs.

Und warum sprechen Sie so bestechend gut Deutsch?
Deutsch habe ich in Deutschland gelernt. 1999, als ich ans Staatstheater Meiningen kam. Gezwungenermaßen, würde ich fast sagen. Da musste ich mir Deutsch beibringen. Nicht, dass ich gezwungenermaßen nach Meiningen kam! (lacht) Ich war ja sozusagen ausgebrochen aus dem Elternhaus. Da war ich auf einmal in dieser ganz anderen Welt.

Und um Papiere, die mit der Aufenthaltserlaubnis und so weiter zu tun hatten, auszufüllen, musste man schon ein bisschen was verstehen. Grundsätzlich denke ich, dass man, wenn man in einem fremden Land lebt, sich integrieren sollte. Das macht einem selber Spaß – und natürlich verdient auch das Land, in dem man dann arbeitet, Aufmerksamkeit. Dazu kommt noch ein Sprachtalent, das ich glaube zu besitzen. Sprachen kommen relativ leicht zu mir. Ich muss in dem entsprechenden Umfeld leben – und dann, im Verlaufe von ein paar Monaten, geht es. Man sagt ja, dass man mit 200 Worten in jeder Sprache in dem jeweiligen Land überleben kann.

Hatten Sie, bevor Sie nach Meiningen kamen, in Lettland schon deutsches Repertoire gesungen?
An Konservatorien ...

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Opernwelt August 2023
Rubrik: Interview, Seite 40
von Arno Lücker

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