Bühne, Film, Funk, Fernsehen

Im deutschsprachigen Raum war sie während der sechziger und siebziger Jahre ein Star: zum 80. Geburtstag der Sopranistin Melitta Muszely

Opernwelt - Logo

Ein Querschnitt des «Zigeunerbaron» mit Melitta Muszely legte vor mehr als vierzig Jahren den Grundstein meiner Plattensammlung. Die Österreicherin mit dem ungarischen Namen begleitete auch weiterhin meine frühen Opern­jahre, denn sie war damals eine der popu­lärsten Bühnen­künstlerinnen im deutschsprachigen Raum, omnipräsent in Rundfunk und Fernsehen wie auf Schallplatten, gleichermaßen versiert in Oper und Operette.
Am 13. September 1927 in Wien geboren, sammelte sie ihre ersten Opern­erfahrungen auf den Stehplätzen der dortigen Staatsoper.

Am Konservato­rium studierte sie zunächst Klavier, dann Gesang und debütierte 1950 in Regensburg. Nach einer Zwischenstation in Kiel wurde sie 1953 von Günther Rennert an die Hamburgische Staatsoper geholt, wo sie sich als Madama Butterfly einführte und in den nächsten fünfzehn Jahren eine vielseitige Stütze des Ensembles war. Von Hamburg aus setzte schon bald die internationale Karriere ein: Amsterdam, Paris, Lissabon, Florenz, Venedig und Berlin. In ihrer Heimatstadt fand sie erst relativ spät ein zweites künstlerisches Zuhause. 1963 trat sie an der Wiener Volksoper auf, ein Jahr darauf wurde sie Mitglied der Wiener Staatsoper.
Muszelys ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt September/Oktober 2007
Rubrik: Magazin, Seite 63
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
Weitere Beiträge
Gegendarstellung

Gegendarstellung

In Jürgen Ottens Rezension in der «Opernwelt» 48. Jahrgang Nr. 07, Seite 53, heißt es unter der Überschrift «Neustrelitz Wagner: Der fliegende Holländer»: «Auch Paul McNamaras Erik drückt dermaßen stürmisch auf die Stimme, dass man sich Sorgen machen muss um seinen (allerdings wohltuend textverständlichen) Tenor.»

Dazu ist richtigzustellen:

Paul...

Rossinis «Turco» als Doppelpack in München

Das Gütesiegel «Festspielpremiere» ist unverdient. Christof Loys Hamburger Inszenierung des Rossini’schen «Turco in Italia» wurde in München durch den Assistenten und «Spielleiter» Benedikt von Peter einstudiert. Loy selbst probte derweil in Salzburg Haydns «Armida». Weder die kaum mehr als durchschnittliche Sängerbesetzung noch die laue Charakterzeichnung noch das...

Recycling sieht anders aus

Man kann Verismo auch falsch verstehen wie die Macher jener seinerzeit im Fernsehen übertragenen Produktion, die Puccinis «Tosca» an den drei Originalschauplätzen in Rom spielen ließ: Kirche Sant’Andrea, Palazzo Farnese, Engelsburg. Das Drama um Macht, Liebe, Eifersucht, Verrat verkrustete in Musealität. Zu zeigen, dass die Sängerin Floria Tosca und ihr Geliebter,...