Ausweg ausgeschlossen
Fünfzig Jahre ist es her, dass sie vergiftet in ihrer Wohnung in Los Angeles aufgefunden wurde. Und doch hat jeder beim Stichwort «Marilyn Monroe» immer noch Assoziationen und Bilder im Kopf: die platinblonden Haare, der Kussmund, «I wanna be loved by you». Eine tragische Ikone: Allzu unvereinbar blieben innere Wünsche und äußere Erwartungen. Dazu kommt der frühe Tod mit 36 Jahren, der sie zwar nicht in den berühmten «Club 27» an die Seite von Jim Morrison, Kurt Cobain oder Amy Winehouse einlässt, aber in der kollektiven Erinnerung doch unsterblich macht.
Diesen Stoff für eine Oper zu nutzen, liegt nahe. Der niederländische Komponist und bekennende 50er-Jahre-Fan Robin de Raaff hat jetzt zugegriffen: «Waiting for Miss Monroe» wurde im Rahmen des Holland Festivals in der Amsterdamer Stadsschouwburg uraufgeführt.
Mit der Librettistin Janine Brogt und der Regisseurin Lotte de Beer nähern sich zwei Frauen dem Phänomen Monroe – und prompt bleibt die Figur nicht in männlichen Stereotypen hängen. Zu besichtigen ist vielmehr das Innenleben einer Verzweifelten. Brogt beschränkt sich klugerweise auf die letzten Wochen rund um die Dreharbeiten zum unvollendeten Film «Something’s Got to ...
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Opernwelt August 2012
Rubrik: Panorama, Seite 36
von Udo Badelt
Frau Breedt, in Bayreuth debütieren Sie in einem kontrovers diskutierten «Tannhäuser». Hat der Regisseur Sie überzeugt?
Ich fühle mich, da ich in einer bestehenden Inszenierung debütiere, wie in einem «Tannhäuser»-Schnellkochtopf. Regisseur Sebastian Baumgarten hat auf jede Frage eine nachvollziehbare Antwort. Seine Arbeit zu bewerten, ist nicht meine Aufgabe. Ich...
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«Können einem toten Mann nicht helfen» – ob Bertolt Brecht mit seinem Kampfruf aus «Mahagonny» auch das Handlungs- und Literaturtheater meinte? Immerhin hat es sich auch nach dem Krieg, in Opern von Hans Werner Henze bis zu Christian Jost, als erstaunlich lebensfähig erwiesen. Daneben aber entstand, vor allem an experimentell gesonnenen Häusern oder auf Festivals...
