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Martina Clavadetscher «Frau Ada denkt Unerhörtes»

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Zwei Jahrhunderte, eine historisch verbürgte Wissenschaftlerin, ein Puppenspiel, eine Alpensage und eine düstere Vision der nahen Zukunft prallen in Martina Clavadetschers neuem Stück «Frau Ada denkt Unerhörtes» aufeinander. Die Schweizer Autorin koppelt die Lebensgeschichte der ersten Programmiererin, Ada Lovelace, mit einer in der Zukunft spielenden Parabel über künstliche Intelligenz. Ein fantasievoller, surreal aufgeladener Text, der den Umgang von Mensch mit Maschine mit teils komischer, teils unheimlicher Wirkung kritisch ins Zentrum stellt.

 

Anlass zu ihrem neuen Stück, so Martina Clavadetscher, war die Beschäftigung mit mythischen Schöpfungsgeschichten. Immer wieder erschaffen meist «Herren der Schöpfung» aus unbelebter Materie ein weibliches Wesen und erwecken es zum Leben: Gott schafft Eva aus der Rippe Adams, Pygmalion eine Elfenbeinstatue, die wie eine lebendige Frau aussieht, der Physiker Spalanzani baut in E.T.A Hoffmanns Erzählung «Der Sandmann» Olympia, die makellose Schöpfung einer lebensecht wirkenden, bezaubernd aussehenden mechanischen Puppe. In einigen der erfolgreichsten Kinogeschichten der letzten Jahre verlieben sich, etwa bei Spike Jonze, Männer in ihre ...

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Theater heute Jahrbuch 2019
Rubrik: Neue Stücke, Seite 164
von Benjamin Große

Vergriffen
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