Auf der Suche nach dem Unfindbaren
In gewisser Weise bin ich in einem gigantischen Kunstwerk groß geworden: in einer alten Mühle, mitten in der Natur, direkt am Fluss mit einem riesigen Garten, einem Teich, einem Atelier, einem Puppentheater und viel, viel Kunst.
Dies war ein perfektes «Biotop für Menschen», das von meinem Vater, Eugen Mahler, einem leidenschaftlichen Naturforscher und Künstler, in Zusammenarbeit mit meiner Mutter geschaffen wurde.
Mein Vater malte viel mit uns und war begeistert von unseren Kinderzeichnungen.
Er hielt wenig vom staatlichen Schulsystem und machte uns Mut, bei unserer eigenen Art des kreativen Ausdrucks zu bleiben und uns nicht von vorgefertigten Meinungen und Schemata unterkriegen zu lassen. Jedoch verfolgte er damit kein pädagogisches Konzept und hatte generell wenig übrig für eine von außen auferlegte Kreativität.
Entweder kam ein Kind aus eigenem Antrieb zu ihm ins Atelier und malte oder bastelte, während er seine Kunstwerke herstellte, oder eben nicht. Beide Wege waren völlig in Ordnung und unterlagen keinerlei Wertung oder Zwang.
Mein Vater war in gewisser Weise ein Verweigerer der offiziellen Ordnung. Ein Beispiel dafür ist sein 1970 entstandener «Nonsenseordner-Altar» ...
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