Wille zur Welle

Sebastian Hartmann und PC Nackt knüpfen am Staatsschauspiel Dresden mit Schopenhauer an ihr Stirner-Projekt an: «Atlantis – Die Welt als Wille und Vorstellung»

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Als anfangs der Musiker, Theater- und Filmkomponist PC Nackt (bürgerlich Patrick Christensen) von der Seite auf die Vorbühne tritt, führt und stützt er einen unsichtbaren Kollegen. Dieser oder diese muss sehr, sehr alt und zerbrechlich sein, so behutsam begleitet Nackt die offenbar deutlich kleinere Gestalt die Stufen von der Rampe hinunter zu den zwei Klavieren, die mittig vor der Bühne stehen. Bevor die beiden sich setzen und zu spielen beginnen, das eine Piano natürlich wie von Geisterhand, dreht Nackt sich zum Publikum, weist auf seine Begleitung, lächelt in den Applaus.

Der Pianist als Wille und Vorstellung – das erscheint zum Auftakt des Musiktheaterprojekts «Atlantis» rund um Arthur Schopenhauers Hauptwerk «Die Welt als Wille und Vorstellung» schon mal überaus verheißungsvoll.

Und war nicht schon das erste gemeinsame Musiktheaterprojekt von Hartmann und Nackt, der bereits als Teil des Elektro-Duos Apparat während Hartmanns Leipziger Intendanz bei mehreren Theaterprojekten mitgewirkt, darüber hinaus öfter mit Schorsch Kamerun gearbeitet hatte und als Komponist von Netflix-Serien ausgezeichnet wurde, ein voller Erfolg? Mit «Der Einzige und sein Eigentum» brachten die beiden ...

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Theater heute März 2024
Rubrik: Aufführungen, Seite 18
von Eva Behrendt

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