Befreiungsschläge in Serie

Wenn Mareike Beykirch mal etwas Ruhe haben wollte, ging sie in die Bibliothek nach Ballenstedt. Von dort über Osnabrück und Leipzig, Berlin und München ans Deutsche Theater. Ein Porträt Von Christine Wahl

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Wie viele Tatbestände und Stimmungslagen lassen sich mit der Silbe «eke» ausdrücken? Mareike Beykirch bringt es auf gefühlte fünfhundert – in fünf Minuten wohlgemerkt. In Claudia Bauers Kurt-Schwitters-Abend «Ursonate» am Deutschen Theater Berlin bestreitet sie eine komplette Szene ausschließlich mit dieser Lautverbindung. Lässig fällt sie vom konstatierenden ins fragende «eke», steigert sich vom ungläubigen ins dezidiert unamüsierte und holt aus «eke» gleichermaßen dozierende Zeigefinger-Nuancen wie expressive Wutanfälle heraus.

Letztlich zettelt sie mit den drei Buchstaben einen ganzen Bühnenaufstand an: ein Auftritt mit Ausrufezeichen.

Überhaupt ist für Mareike Beykirch der Einstand am DT optimal gelaufen. Seit Beginn der Spielzeit gehört sie hier zum Ensemble unter der neuen Intendantin Iris Laufenberg – deren Auftaktbilanz insgesamt durchaus gemischt ausfällt. Dass die beiden Produktionen, in denen Beykirch mitwirkt – neben der «Ursonate» Claudia Bossards Rainald-Goetz-Uraufführung «Baracke» – diejenigen sind, die bisher am besten ankamen, kommentiert die Schauspielerin mit dem Teamgeist einer mustergültigen Mannschaftssportlerin: «Ich bin sehr froh, dass ich den Start in ...

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Theater heute März 2024
Rubrik: Akteure, Seite 26
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