Theatertreffen: Die zehn bemerkenswertesten Inszenierungen des Jahres
Für alle Freunde der Statistik: Der Theatertreffen-Jahrgang 2020, der erste mit einer obligatorischen Frauenquote von mindestens fünf Regisseurinnen, versammelt sechs Frauen und vier Männer. Quote also übererfüllt! Genauer handelt es sich um drei (moderne) Klassiker, drei neue Stücke, ein Tanztheaterprojekt, ein Visual Poem, eine Theaterinstallationsperformance, einmal Experten des Alltags. Die Premieren waren in München, Bochum, Berlin, Hamburg, Leipzig, Frankfurt, Zürich, Wien.
Darunter sind sieben Stadttheater-Produktionen und drei zum Teil internationale Koproduktionen zwischen Stadttheatern und Produktionshäusern.
Eingeladen wurden von der siebenköpfigen Kritikerjury: Tennessee Williams, «Süßer Vogel Jugend», Regie Claudia Bauer, Schauspiel Leipzig / Shakespeare, «Hamlet», Regie Johan Simons, Schauspielhaus Bochum / Federico Bellini, «Eine göttliche Komödie. Dante ‹› Pasolini», Regie Antonio Latella, Residenztheater München / «Die Kränkungen der Menschheit», Regie Anta Helena Recke, Münchner Kammerspiele u.a. / Molière, «Der Menschenfeind», Regie Anne Lenk, Deutsches Theater Berlin / Alice Birch, «Anatomie eines Suizids», Regie Katie Mitchell, Deutsches Schauspielhaus ...
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Theater heute März 2020
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Red.
Alljährlich im Januar veranstaltet das Hamburger Thalia Theater die Lessingtage. Ein klug kuratiertes Festival außerhalb der eigentlichen Festivalsaison, das eher selten Lessing zeigt, sondern Lessings Humanismus als konstituierend für das städtische Zusammenleben unter multikulturellen Vorzeichen interpretiert, unter anderem mit Gastspielen aus Mexiko und Belgien,...
Von dieser Welt sind sie wohl nicht: Die vier Personen, die die Bühne bevölkern – sie sind derart grün im Gesicht und an den sichtbaren Extremitäten, als wären sie schon ein paar Mal gestorben. Zwei Männer in Weiß, Mediziner womöglich oder forschende Wissenschaftler, kommen Familie Grün besuchen – und gehen schließlich verschütt in den Labyrinthen und dunklen...
Julien stürzt hart. Blutig der Schädel und das Hemd, so findet der Abbé den Burschen am Boden. Juliens Vater hat wieder zugeschlagen. Mit dem Buchrücken, den er Julien entriss, weil ein Brettersägersohn seiner Ansicht nach keine Flausen im Hirn braucht, sondern Schwielen an den Händen. Weil aber der Abbé ein Herz für kluge Köpfe hat, rafft er dieses Bündel...
