Theaterbauten: Mehr Öffentlichkeit im Filetstück

Oper und Schauspiel in Frankfurt am Main bekommen neue Bauten – hoffentlich am alten Standort

Theater heute - Logo

Jetzt kommt der Glaskasten also weg. Seit Jahren ist bekannt, dass die Theaterdoppelanlage der Städtischen Bühnen Frankfurt marode ist. Das markante Gebäude am Willy-Brandt-Platz beherbergt Oper wie Schauspiel, hinter seiner 120 Meter langen Glasfront von 1963 vereinigt es hundert Jahre Baugeschichte – ein Haus, das immer wieder teilsaniert und erweitert wurde.

Im Sommer 2017 präsentierte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) eine Machbarkeitsstudie, die den maroden Zustand des Gebäude-Ensembles erstmals vollumfänglich abbildete und nach der Sanierung oder Neubau die Stadt etwa gleich teuer kämen – bis zu 900 Millionen Euro. Die Zahlen galten als angreifbar und wurden von der eigens gegründeten Stabstelle «Zukunft der Städtischen Bühnen» erneut geprüft. Zweieinhalb Jahre später ist klar, dass sie valide sind – und dass die Sanierung tatsächlich teurer wäre als ein Neubau. Immerhin konnte jetzt die erste Entscheidung gefällt werden: Das Stadtparlament sprach sich Ende Januar für Abriss und Neubau aus.

In den Jahren der Unklarheit wucherte die Fantasie einiger Bürger*innen und Initiativen, für eine historische Rekonstruktion an gewohnter Stelle beispielsweise oder für einen ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute März 2020
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Esther Boldt

Weitere Beiträge
Reise in die Vergangenheit?

Griechenland ist unter seinem vertrauten Stichwort «Krise» aus den deutschen Schlagzeilen verschwunden. Andere Schauplätze mit größerem Katastrophen-Radius stehen im Fokus der medialen Aufmerksamkeit. Stillschweigend geht man davon aus, dass sich die Lage in Griechenland schon irgendwie beruhigt hat, schließlich sind inzwischen genügend deutsche Milliarden...

Stuttgart: Unten und oben

Breitbeinig steht er da, dünn, blass. «Jeder Mensch ist ein Abgrund, es schwindelt einem, wenn man hinabsieht», sagt er tonlos zu sich selbst. Ein schmalbrüstiger Jüngling ist Woyzeck in Zino Weys Stuttgarter Inszenierung von Georg Büchners gleichnamigem Sozialdrama. Sylvana Krappatsch spielt den Multijobber geradezu autistisch, lehnt sich steifhalsig schräg nach...

Vorschau - Impressum (3/2020)

Alle drei Jahre lädt das Festival Theater der Welt in eine andere deutsche Stadt oder Region. Jetzt ist Düsseldorf an der Reihe: ein Gespräch mit den Machern Stefan Schmidtke (Foto) und Wilfried Schulz

Julia Riedler kam von der Schauspielschule im letzten Studienjahr direkt ans Hamburger Schauspielhaus, dann ans Schauspiel Köln und ist seit Beginn der Intendanz...