Teil des Problems

Christine Lang, Volker Lösch, Ulf Schmidt «AufRuhr» (UA) am Grillo Theater Essen

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Kaum zu glauben, dass es sich hier um den Theatersaal des Grillo Theaters handelt. Umzingelt von kinogroßen Leinwänden, verteilt auf Drehstühlen sitzt das Publikum im leeren Raum. Mitten im Geschehen. Mal sind die Schauspieler:innen zum Greifen nahe, dann erscheinen sie nur im Film.

Bereits beim Einlass bekommt man über die vielen Leinwände simultane Einblicke in verschiedene Handlungsstränge; eine Frau liest in einem Designersessel, ein Bergmann füttert seine Tauben, jemand werkelt in einer kleinen Küche, und auf einer Großbaustelle wird ein Haus abgerissen (Bühnen- und Szenenbild, Location Scouting: Friederike Külpmann). 

In ihrer neuesten Produktion «AufRuhr» am Schauspiel Essen widmen sich Volker Lösch, Christine Lang und Ulf Schmidt den aktuellen Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt. Mit gewohnt kapitalismuskritischer Verve führen sie vor, was passiert, wenn ein Stadtteil an «das Kapital verschenkt» wird. Leidtragende sind die Anwohner:innen, das Klima und die Umwelt, denn für das fiktive Mega-Bauprojekt «Essen 5.0» soll der heruntergekommene Essener Norden verschwinden und ein neuer, schicker Stadtteil entstehen.

Dass der dreistündige Abend trotz ziemlichen Handlungswustes ...

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Theater heute Februar 2022
Rubrik: Chronik, Seite 49
von Natalie Bloch

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