Sistas! Nach «Drei Schwestern» von Anton Tschechow
ROLLEN
Olivia, die älteste Schwester
Masha, die mittlere Schwester
Ivy, die jüngste Schwester
Andrew, der Vater der Schwestern
Natty, die Nachbarin der Schwestern
Soo Jin, die Pianistin
WOHNUNG/BÜHNE:
Wohnzimmer einer Berliner Altbauwohnung mit Parkett, Stuck, die Fenster gehen auf einen Garten hinaus, in dem Birken stehen. Im Zimmer steht ein Klavier/Flügel.
Die Möbel etwas altmodisch, die Wohnung ist gemütlich, wirkt aber nicht wie die Wohnung einer Mittdreißigerin, sondern eher wie die einer alten Dame, die lange nichts weggeworfen hat.
ANMERKUNGEN ZUR BESETZUNG:
Die Rolle von Natty muss mit einer PoC besetzt werden.
Andrew mit einer Schwarzen Person.
Die drei Schwestern mit Schwarzen Personen.
Soo Jin mit einer asiatisch gelesenen Person, die sehr gut deutsch spricht (am besten Muttersprachlerin) und die sehr gut Klavier spielt.
Abweichungen sind nur mit vorheriger Absprache mit der Autorin oder dem Verlag möglich.
ERSTER AKT
1 INTRO
Es ist ein sonniger Frühlingstag, die Sonne scheint in die Wohnung und wirft Schatten, im Hintergrund sieht man Birken, Vogelgezwitscher. Masha staubsaugt gelangweilt und lieblos, während Olivia gestresst und bereits im Sonntagskleid durch das ...
GOLDA BARTON, Autorin und Bearbeiterin, wurde laut ihrem Theaterverlag (Henschel Schauspiel) 1990 in Zmingen geboren. Sie besuchte die Hilma af Klint-Oberschule und entwickelte bereits in der Schulzeit eine Leidenschaft für die Schlüsselharfe. Bereits 2002 gründete sie den Hula Hoop-Lesezirkel Zmingen. Nach dem Schulabschluss absolvierte Golda zuerst eine Steinmetzlehre in Mwanza, die sie jedoch 2011 abbrach. Danach studierte sie von 2012–2014 Kinderbuchillustration und Glockenspiel an der Emmy-Noether-Högskola in Mora. Ihren Master absolvierte sie 2016 in intuitiv vergleichenden Sexualwissenschaften an der H.-Tubman-University, Nanaimo, Kanada.
Golda Barton lebt in Pots- und Amsterdam und ist seit 2021 Gastprofessorin an der Internationalen Hochschule für Bikeballet und Balletdesign Istanbul. Dort bietet sie den Kurs «Fluide Auffangbecken und Beckenböden im patriarchalen Wandel» an. Sie schreibt u.a. für das feministische Theaterkollektiv Glossy Pain.
In der Spielzeit 22/23 wird ihr Stück «Sistas!» an der Volksbühne Berlin uraufgeführt ihre Bearbeitung des Romans «Drei Kameradinnen» wird am Staatstheater Darmstadt erstaufgeführt.
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Theater heute März 2023
Rubrik: Das Stück, Seite 100
von Golda Barton
Eine Revue will sie machen, bloß kein Drama: Ein Drama, sagt die Tänzerin Fernanda Farah auf der Berliner Volksbühne, handelt immer von Family Business. Hamlet mag Claudius nicht, weil dieser Papa getötet und Mama geheiratet hat. Antigone will ihren Bruder begraben, der Onkel will es nicht. Schon bringen sich alle um. Was Antike und Klassik in die Welt gesetzt...
Ein schöner Don Carlos. Immer in Bewegung und so elastisch tänzelnd. Feingliedrig, als hätte er Gummigelenke. Auch sein Blankvers: eins a geschmeidig und so schön weich moduliert. Der Schauspieler Felix Strobel ist ein Charismatiker, auch stimmlich. Vielleicht hat man deshalb in Stuttgart das K in Schillers «Don Karlos» im Titel zum C umgebogen. Am hiesigen...
Wenn sie wüssten! Wenn sie wüssten, was später mit ihnen passiert. Dann würden diese vier Männer in ihren lodengrünen Trachtenanleihen jetzt nicht so fröhlich rumstehen und «Auf, auf zum fröhlichen Jagen» brüllen. Mit eckigem Schwung in ihren Armen und Beinen, so schrecklich frischbackig und stolz. Denn später werden sie selbst zu Gejagten werden. Dann wird Marinka...
