Ohne Risiken und Nebenwirkungen

Strindberg «Traumspiel»

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Schwerin an einem strahlenden Frühsommerabend ist eine Puppenstube. Die Stühle sind auf die Straße gerückt, Touristen schlendern gutgelaunt durch die prächtig wiederhergestellte Altstadt zwischen Pfaffenteich und Burgsee. Neben dem schmucken mecklenburgischen Staatstheater wird die Freiluftbühne für «Rigoletto» aufgebaut. Käme Indras Tochter heute Abend am Theater vorbei, nie käme ihr die berühmte Quintessenz in den Sinn: «Es ist schade um die Menschen!»

 

Auch im Inneren des schönen Hauses darf Strindbergs Götterbotin sich wohlfühlen.

Für Alexander Langs Inszenierung des «Traumspiels», das August Strindberg 1900 (nach der rätselhaften «Inferno-Krise», aus der er als gläubiger Mensch hervorging) schrieb, hat Stephan Fernau ein lichtes, klassizistisch anmutendes Bühnenbild gebaut: Vier mit Türen versehene, nach hinten fluchtende weiße Wände, die letzten verbunden durch eine Brücke, hinter der ein bestirnter schwarzer Himmel funkelt – ein abstrakter Magritte-Raum, der Tag und Nacht zusammendenkt, innen und außen, Wohnzimmer und All; im hellen Saal wächst ein spärlich vergoldetes kleines Modell des Schweriner Schlosses aus dem Parkett, taucht auf und verschwindet wieder. Auf der ...

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Theater heute August/September 2005
Rubrik: Chronik, Seite 66
von Barbara Burckhardt

Vergriffen
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