Im Themenstrudel
Es gibt diesen einen kurzen Moment. Da berichtet Laura Uhlig von einem auffälligen Knoten, der bei ihr festgestellt wurde und dann glück -licherweise eine harmlose Vernarbung war. Da erzählt Jonas Anders in einem Halbsatz von seiner Krebserkrankung vor zwei Jahren und seiner seither immer währenden Angst vor jeder Nachsorgeuntersuchung. Und da spricht Günter Schaupp von seinem nächsten Präventivtermin und von Prostata-Krebs als häufigste Krebsart bei Männern.
Es ist nur ein kleiner Augenblick – beinahe gehen die wenigen Satzschnipsel in der riesigen Materialsammlung unter –, da wird Helge Schmidts Inszenierung «Die Krebsmafia» persönlich. Da werden aus Zahlen Schicksale, werden aus Statistiken Schrecksekunden, da wird der Krebs präsent. Da sind die Schauspieler:innen direkt betroffen.
500.000 Menschen pro Jahr erkranken in Deutschland an Krebs, und – wo Leid ist, ist auch Geld – rund 3,2 Milliarden Umsatz wird mit Krebsmedikamenten gemacht. «Pharmagold» wird dieses Kapital genannt und bietet – wo Geld ist, ist auch Gier – für Ärzte und Apotheker manch illegale Möglichkeiten zur Gewinn-Optimierung. 2014 gingen die Investigativ-Jour -nalisten Oliver Schröm und Niklas Schenck dem ...
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Theater heute 7 2022
Rubrik: Chronik, Seite 59
von Katrin Ullmann
ANNABERG, EDUARD- VON-WINTERSTEIN-THEATER
24. Strauss, Robin Hood
R. Jasmin Sarah Zamani
AUGSBURG, STAATSTHEATER
12. Ukwanda Puppets & Designs Art Collective, Iskhalo somlambo / Der Ruf des Wassers (U)
R. Dorothea Schröder
AUGSBURG, SENSEMBLE
1. Sebastian Seidel, Marathon
R. Sebastian Seidel
BADEN-BADEN, THEATER
13. Goethe, Reineke Fuchs
R. Rosalinde Renn
B...
BEVOR WIR ANFANGEN ZU SCHNEIDEN & SCHLAGEN, geneigte Leser*innenschaft, es gilt: Jede Einzelne, jeder Einzelne von uns ist zum Teil aufgrund der sozialen Verwundbarkeit unserer Körper politisch verfasst – als ein Ort des Begehrens und der physischen Verwundbarkeit, als Ort einer öffentlichen Aufmerksamkeit, der durch Selbstbehauptung und Ungeschütztheit zugleich...
Sivan Ben Yishai erzählt. Wie die Autorin sich das kollektiv betriebene Café «k-fetisch» als zweites Neuköllner Wohnzimmer ausgesucht hätte, wie die Räume zeitweilig geschlossen worden wären aufgrund von Vorwürfen gegen sexistisches Verhalten von Mit -arbeitern, wie das Kollektiv daraufhin die Vorwürfe und den internen Klärungsprozess in einem Newsletter öffentlich...
