Sweet Dreams Are Made Of This

Beim Körber Studio Junge Regie in Hamburg versucht sich der Theaternachwuchs an lustvoller Konkurrenzverweigerung

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Sivan Ben Yishai erzählt. Wie die Autorin sich das kollektiv betriebene Café «k-fetisch» als zweites Neuköllner Wohnzimmer ausgesucht hätte, wie die Räume zeitweilig geschlossen worden wären aufgrund von Vorwürfen gegen sexistisches Verhalten von Mit -arbeitern, wie das Kollektiv daraufhin die Vorwürfe und den internen Klärungsprozess in einem Newsletter öffentlich gemacht hätte. Sie beschreibt, dass so etwas im Theaterkontext unmöglich wäre: den Betrieb anzuhalten, Konflikte in einem performativen Akt offenzulegen, sich angreifbar zu machen.

Und so ist ihre Rede zur Eröffnung des Körber Studios Junge Regie vor allem ein Mutmachen an die jungen Theater -macher:innen, die sich Anfang Juni im Hamburger Thalia in der Gaußstraße treffen: Wie es ist, muss es nicht bleiben. Man kann Theater auch anders denken, nicht als Konkurrenz im Erfüllen von Arbeitsabläufen, sondern als Hinterfragen dieser Arbeitsabläufe. «Durchs Spiel die Welt als veränderbar begreifen», zitierte Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda kurz zuvor Max Frisch, und diese Funktion des Theaters gibt auch Sivan Ben Yishai dem Nachwuchs mit auf den Weg. 

Das Theater als veränderbar zu begreifen, das würde allerdings auch ...

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Theater heute 7 2022
Rubrik: Festivals, Seite 45
von Falk Schreiber

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