Holz-Panzer und Fallobst-Schnaps
Wunder der Prärie» – ein Festival, das diesen Namen wählt, muss sich allein auf weiter Flur fühlen. Zu Recht: Nicht nur in seinem Austragungsort Mannheim ist es das einzige Festival der Freien Szene, im ganzen südwestdeutschen Raum gibt es kaum Konkurrenz oder Mitstreiter. «Wunder der Prärie» will in dieser Diaspora zwei Dinge bewirken, sagt Gabriele Oßwald, Teil der künstlerischen Leitung: in einer Werkstattatmosphäre junge Künstler fördern und die Stadt künstlerisch besetzen, ihre Themen mit den Bürgern verhandeln.
Ein urbanes Thema drängt sich dem zehntägigen Performance- und Kunstfestival schon durch seinen Standort auf – das der Gentrifizierung, der Frage nach dem Für und Wider der «Aufwertung eines Stadtteils». Mitten im Mannheimer Jungbusch, in einem alten Fabrikgebäude, ist das Künstlerhaus «Zeitraumexit» untergebracht, das «Wunder der Prärie» ausrichtet; temporär dient es als Festivalzentrum. Gegenüber müssen große Häuser gestanden haben, jetzt scheint die Herbstsonne durch die Fensterhöhlen einer letzten Fassadenwand. Schuttberge, dahinter das Rheinufer. Die einsame Fassade wird bald Teil eines Kreativwirtschaftszentrums sein, mit schicken Lofts, Start-ups und Galerien mit ...
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Theater heute Dezember 2013
Rubrik: Festivals, Seite 52
von Barbara Behrendt
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