Freies Theater: Großes im Kleinen

Das Münchner Theater am Sozialamt TamS feiert seinen 50. Geburtstag

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Manchmal sind ein Ort und bestimmte Menschen wie füreinander geschaffen, und wenn sie das Glück haben, sich zu entdecken, kann aus dem Zusammentreffen heraus etwas einmalig Gelungenes entstehen. Einem solchen Glücksfall verdankt sich die Existenz des Münchner Theaters am Sozialamt, kurz TamS genannt, ein Schauplatz wundersam vielgestaltiger und dabei stets unverwechselbarer theatraler Ereignisse – und das nun schon seit 50 Jahren.

Die glückliche Begegnung fand Ende der wilden 1960er statt und zwar zwischen dem Münchner Theaterpaar Philip Arp und Anette Spola, die damals schon über zehn Jahre lang spielend zusammen unterwegs waren und mit eigenen Pantomime-Programmen im Auftrag des Goethe-Instituts durch Europa und Südamerika reisten, und dem ehemaligen städtischen Brausebad in der Haimhauserstraße nahe dem Ausgangspunkt der Schwabinger Krawalle, das sich in einem so baufälligen Zustand befand, dass sich das Theaterpaar genau dort seine künstlerische Zukunft vorstellen konnte. Das Theatergründen lag damals in der Luft: «Man hat nicht drüber nachgedacht, man war halt in der Zeit drin», erinnert sich Spola. «Und man hat sich auch nicht vorstellen können, nochmal in irgendeinem anderen ...

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Theater heute Juni 2020
Rubrik: Magazin, Seite 61
von Silvia Stammen

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