Energie für Gemeinschaftlichkeit

Programmdirektor Stefan Schmidtke und Intendant Wilfried Schulz im Gespräch über das Programm von Theater der Welt in Düsseldorf, große Welterzählungen, die Bedeutung des Kinder- und Jugendtheaters und schwer durchdringbare soziale Räume

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Theater heute Theater der Welt wurde 1979 vom Internationalen Theaterinstitut als «Theater der Nationen» in Hamburg gegründet und hieß ab 1981 in Köln «Theater der Welt». Damals ging es um die dringend nötige Internationalisierung eines sehr selbstzentrierten deutschen Literaturtheaterbetriebs, und das Festival war eine Art Vorreiter. Später wurde es dann ein großes internationales Festival unter anderen internationalen Festivals mit wechselnden thematischen oder formalen Schwerpunkten, um sich abzuheben; mal gelang das besser, mal weniger gut.

2020 kommt Theater der Welt in der zweiten Maihälfte nach Düsseldorf. Was ist daran besonders?

Wilfried Schulz Natürlich leben wir in einer sehr viel vernetzteren Welt, als die Gründer Ivan Nagel und Renate Klett sich das Anfang der 1980er Jahre vorstellen konnten. Trotzdem denke ich, dass im Theater inter­nationale Kontexte nach wie vor nicht selbstverständlich sind. Und was die Zuschauerperspektive angeht, ist es noch komplizierter. Das «normale Publikum» – in Anführungszeichen! – ist es noch weniger selbstverständlich gewohnt, internationale Zusammenhänge wahrzunehmen. Vor allem im Schauspiel, sicher mehr im Tanz. Noch vor wenigen Jahren ...

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Theater heute April 2020
Rubrik: Theater der Welt, Seite 40
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