Energie für Gemeinschaftlichkeit
Theater heute Theater der Welt wurde 1979 vom Internationalen Theaterinstitut als «Theater der Nationen» in Hamburg gegründet und hieß ab 1981 in Köln «Theater der Welt». Damals ging es um die dringend nötige Internationalisierung eines sehr selbstzentrierten deutschen Literaturtheaterbetriebs, und das Festival war eine Art Vorreiter. Später wurde es dann ein großes internationales Festival unter anderen internationalen Festivals mit wechselnden thematischen oder formalen Schwerpunkten, um sich abzuheben; mal gelang das besser, mal weniger gut.
2020 kommt Theater der Welt in der zweiten Maihälfte nach Düsseldorf. Was ist daran besonders?
Wilfried Schulz Natürlich leben wir in einer sehr viel vernetzteren Welt, als die Gründer Ivan Nagel und Renate Klett sich das Anfang der 1980er Jahre vorstellen konnten. Trotzdem denke ich, dass im Theater internationale Kontexte nach wie vor nicht selbstverständlich sind. Und was die Zuschauerperspektive angeht, ist es noch komplizierter. Das «normale Publikum» – in Anführungszeichen! – ist es noch weniger selbstverständlich gewohnt, internationale Zusammenhänge wahrzunehmen. Vor allem im Schauspiel, sicher mehr im Tanz. Noch vor wenigen Jahren ...
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Das Berliner Theatertreffen wird wegen der Corona-Krise zum ersten Mal in 57 Jahren ausfallen, eine bittere Pille für alle beteiligten Künstler, Mitarbeiter und das Publikum. In unserem nächsten Heft wird das Programm trotzdem stattfinden: Was vom Theater bleibt, steht in Theater heute!
Body Suspension ist eine performative Technik, sich Haken in die Haut bohren...
Manchmal schreibt das Leben Geschichten, die sich auch eine Literaturnobelpreisträgerin nicht besser ausdenken könnte. Die «Ibiza-Affäre» ist so ein Fall: Ein österreichischer Rechtspolitiker, der dabei gefilmt wird, wie er in einer spanischen Ferienvilla bei Unmengen von Zigaretten und Wodka Red Bull einer vermeintlichen russischen Oligarchennichte das halbe Land...
Wer es nicht wahrhaben will, sollte sich spätestens jetzt damit abfinden: Das mit Europa wird nichts mehr. Der gemeine Europäer wird sich in naher Zukunft zum Meer hin wohl mit einer Mauer verbarrikadieren und im Landesinnern weiterhin die Natur und sich selbst zerstören. Auf der Meeresseite der Mauer wird es allerdings noch Menschen geben. Sie strandeten hier,...
