Das große Gebrösel
Der Investitionsstau öffentlicher Ausgaben infolge der deutschen Sparpolitik in den letzten zwei, drei Jahrzehnten hat bei den Theatern zu einem fatalen Sanierungsstau geführt. Etwa 80 Prozent der mehr als 300 öffentlich geförderten Häuser gelten als sanierungsbedürftig, etwa 40 werden aktuell renoviert. Über die weiteren 1000 privaten Theater gibt es keine Erhebungen.
Systemrelevant oder nicht – lange vor Corona entzündete sich die Debatte um den Stellenwert von Kultur für unsere Gesellschaft immer wieder, wenn große Projekte anstanden – selbst wenn Geld und politischer Wille mittlerweile wieder vorhanden waren. Die immensen Kostensteigerungen bei wichtigen Kulturprojekten wie der Elbphilharmonie Hamburg, der Sanierung der Staatsoper Berlin oder aktuell den Städtischen Bühnen Köln haben die Angst davor gefördert, größere Projekte überhaupt anzugehen. Umso lauter war der Paukenschlag, als die Stadt Frankfurt 2017 das Ergebnis eines Gutachtens veröffentlichte, das die Kosten für Neubau oder Sanierung der Doppelanlage aus Oper und Schauspiel gegenüberstellte: Die Zahlen lagen nah beieinander, 900 Millionen Euro standen im Raum. Eine Debatte kam in Gang, an deren aktuellem Ende bis ...
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Theater heute August/September 2020
Rubrik: Theaterarchitektur, Seite 34
von Karin Winkelsesser
Kaum ist man auf dem Friedhof Père Lachaise angekommen, kaum hat man sich, vorbei an einem leise plätschernden Brunnen, dem Grab von Jim Morrison genähert, tritt einem schon ein Mann mit Bauchladen entgegen. Er bietet Kerzen, Fotos und Jim-Morrison-Feuerzeuge – händisch mit einem Papier-Konterfei des 1971 verstorbenen «The Doors»-Sänger umklebt – zum Kauf. Einige...
Aachen, Grenzlandtheater
23.9. Zeller, Hinter der Fassade
R. Anja Junski
Aalen, Theater der Stadt
19.9. O-Team, Crash and Care (U)
R. Florian Feisel
Augsburg, Theater
25.9. Studlar, Nacht ohne Sterne
R. Sebastian Schug
26.9. Dürrenmatt, Die Physiker
R. Antje Thoms
Baden-Baden, Theater
26.9. Molière, Der Menschenfeind
R. Jenke Nordalm
Bautzen, Theater
11.9....
Seine populärste Rolle war 1993 der die deutsche Wiedervereinigung ewig bemeckernde Motzki in der gleichnamigen Fernsehserie von Wolfgang Menge. Jürgen Holtz war in dieser komischen Rolle besonders überzeugend, weil hier ein mit allen Wassern gewaschener echter Herzensossi den Besserwessi verkörperte. Alle Rollen, ob Könige, Arbeiter oder Wissenschaftler, spielte...
