Damals im Blaubeerhain

Vertreibungen aus dem Paradies in Berlin: Am Deutschen Theater zeigt Jossi Wieler Peter Handkes «Zdenek Adamec», am Gorki Theater inszeniert Sebastian Nübling Sibylle Bergs «Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden»

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Ein öffentlicher Ort, eine jedermann zugängliche Lokalität, welche als Treffpunkt dient, unbestimmbarer Natur, freilich kein freier Platz, weniger Außen- als Innenraum, -räume, -elemente, möglicherweise ein ehemaliges Klosterrefektorium in der spanischen Provinz Ávila, oder wo, oder der Kleinstadt-Tanz- und Festsaal, mit einer (leeren) Thekenecke, von Humpolec in Böhmen, oder wo.» Ja, was denn nun?, könnte man genervt fragen – oder die wachgerufenen Bilder aus Spanien und Böhmen im Kopftheater zu etwas unbekanntem Dritten mischen.

Willkommen in einer Regieanweisung von Peter Handke, ganz ohne «oder wo»!

Sowohl als auch

Handkes Regieanweisungen haben sich längst zu einem literarischen Sub-Genre entwickelt, das die Poetologie (und den Theaterbegriff) des Nobelpreisträgers im Kern entfaltet. Auch im Vortext zu «Zdenek Adamec» vollführt Handke das Paradox, alles betont offen zu lassen und zugleich eine Menge konkreter Aufführungsideen bis hin zum Sound einer Maultrommel  zu lancieren. In inszenierten Fragen und Antworten zu den dramatis personae entwirft er eine Gemeinschaft aus Theaterleuten, Autor und Publikum: «Mehr Männer, mehr Frauen? Was ihr wollt – jedenfalls nicht nur ein ...

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Theater heute Dezember 2020
Rubrik: Aufführungen, Seite 12
von Eva Behrendt

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