Billiger sterben
In Svenja Viola Bungartens Debütstück kommt das Schicksal charmant und leichtfüßig daher. Mit der großen Frage des Lebens, ob es das nun schon gewesen sei, stehen Ute K. und Beate des nachts an der Straße. Es sind zwei ältere Frauen, die vielleicht das Schönste in ihrem Leben noch vor sich haben. Hoffen sie jedenfalls. Sie glauben daran und arbeiten dafür, dass das Beste noch kommt.
Sie wollen nach Okinawa, dort in der Sonne sitzen, vor sich hin schrumpeln und uralt wer-den, zu zweit. Doch da ist noch der Willi, Ute K.
s Ehemann, der seit zwei Jahren krank im Sessel sitzt und am liebsten Unterwasserdokumentationen schaut. Doch für Beate ist das kein Hindernis. Sie liebt Ute K. – und eine große Liebe kann man nicht aufhalten. Weil die Rente zu klein ist, beginnen Ute K. und Beate mit Medikamenten, die eigentlich für Willi bestimmt sind, zu dealen. So wollen sie ihre Reisekasse auffüllen. Doch bevor der gemeinsame Lebensabend finanziert ist, stirbt Willi. Er muss unter die Erde. Dringend! Doch Totsein ist teuer. Und das Ersparte ist hart verdient. Auf der Suche nach der günstigsten Bestattungsvariante finden die beiden Frauen das Bestattungsinstitut Jason und Piotr Nagel: «Death ...
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Theater heute Jahrbuch 2018
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 167
von Barbara Bily
Seit dem Erwachen meines politischen Bewusstseins Mitte der 1970er Jahre war der Begriff «Heimat» für kritische Menschen diskreditiert, damals vor allem durch die Nähe des Begriffs zu der Blut–und-Boden-Ideologie der Nationalsozialisten. Ich selbst würde sagen, dass er mich immer irritiert und ich ihn nie benutzt habe. Er stand einfach im Verdacht, ein bisschen...
Das Theater kann in der aktuellen Wertedebatte um die Begriffe «Heimat» und «Integration» eine besondere Stellung einnehmen. Es kann Haltung beziehen in seiner programmatischen Themensetzung, aber auch soziale Praktiken in seiner eigenen Arbeitsweise vorstellen.
Schon lange fühlen sich nicht alle Bevölkerungsschichten ins Theater geladen, das ist aber nicht erst...
A
Nora Abdel-Maksoud
The Sequel (Maxim Gorki Theater Berlin)
FlediMan und die Jungs von der Zeche (Theater Oberhausen)
Sulayman Al Bassam
Ur (Residenztheater München)
Ibrahim Amir
Rojava (Volkstheater Wien)
Helwig Arenz
Caligula und das Mädchen auf der Treppe (Gostner Hoftheater Nürnberg)
Nicole Armbruster
Zur Hölle mit den anderen (Theater Aachen)
Thomas Arzt
Die...
