Theater heute Jahrbuch 2018
Die Heimatfrage (1)
Das halbgebaute Nest
Shermin Langhoff legt «Heimat» auf, eine Schallplatte bekannter Lieder
Erzählen und zuhören
Edgar Selge liest das Grundgesetz und hält für ausgeschlossen, dass man es heute nochmal so gut hinkriegen würde
Unfreiwillige aller Vaterländer
Matthias Pees geht in Frankfurt essen, hört einen Vortrag in
Rio de Janeiro und fährt zu einem Vortrag nach Berlin
Narrativ der Ehrlichkeit
Anna Bergmann will auf dem Theater Zivilisation unübersehbar machen
Identitätskrise als Chance
Nuran David Calis ist überzeugt, dass noch vor der Frage nach Heimat oder Identität die Machtfrage gestellt werden muss – und dass genau das die Theater tun können
Die 40-Tage-Lösung
Amelie Deuflhard erinnert an Schildkröten, denen es auch egal ist, in welchem Garten sie ausgesetzt werden
Heimat mit Anführungszeichen
Wer darf es sich innen gemütlich machen, fragen Sibylle Broll-Pape und Remsi Al Khalisi
Neue Konflikte
Die Drei-Drittel-Gesellschaften
Die westlichen Länder haben sich verändert. Aus Mittelstandswelten formen sich drei Gruppen. Sie beherrschen die neuen sozialen und kulturellen Konflikte der Gegenwart: ein Gespräch mit dem Soziologen Andreas Reckwitz
Talent zum Privileg
Wie Wiederholung als Kunstpraxis, kulturelle Aneignung
und struktureller Rassismus zusammenhängen
Plädoyer für eine neue Linke
Linker Populismus kann nicht die Rettung sein. Der Fortschritt kann nur in einer Allianz mit den Benachteiligten liegen
«Die Händler sind an der Macht»
Die letzten 70 Jahre, meint der Dramatiker Ayad Akhtar, sei Amerika ein Modell gewesen, dem der Westen gefolgt ist. Das sei keine gute Idee mehr – ein Gespräch
Die Heimatfrage (2)
Ein Turm zu Babel!
Johan Simons fragt sich, wer er denn eigentlich sei, andere Lebensformen zu kritisieren
Musiktheorie und Verlässlichkeit
Valery Tscheplanowa fährt nach Russland und nimmt zum ersten Mal ihre deutschen Freunde mit. Vorher stellt sie noch ein paar Fragen
Gemeinschaft und Individualität
Ayham Madji Agha glaubt, dass wir trotz unterschiedlicher
Herkünfte und Vergangenheiten deutsch sein können
Wann, wenn nicht jetzt?
Marie Bues will geniale Dilettantin bleiben und immer neue Wege suchen
Struktureller Rassismus
Oliver Frljic fragt sich, was für ein Theater diese Gesellschaft braucht, um ihre diskriminierende Praxis abzubilden
Ressourcen statt Identität
Oliver Reese will Distanzen zu anderen Kulturen ausloten und fremde Geschichten ohne Angst anhören
Vergesst Herder!
Patricia Nickel-Dönicke will nicht eine Vielfalt, sondern einen ganzen Sack davon
Theater Now?
Julian Warner muss nur in die Bibliothek gehen, um den alltäglichen Rassismus in der deutschen Theaterszene
nachzulesen
Schauspieler*innen des Jahres
Eine Frau für alle Zimmer
Immer, wenn Caroline Peters mit Simon Stone zusammenarbeitet, wird sie zur Schauspielerin des Jahres gewählt. Ein Besuch im «Hotel Strindberg» und eine Begegnung im Café
Die souveräne Schauspielerin …
... wie Wiebke Puls sie versteht, ist Teil eines Ensembles
souveräner Schauspieler. Und kann womöglich noch mehr sein als eine Schauspielerin.
Hey, Benny!
Eine Gratulation an Benny Claessens, Schauspieler des Jahres 2018, von seinem ehemaligen WG-Mitbewohner Johan Simons
Stück und Inszenierung des Jahres
Die neuen Kräfte, die wirksam werden
Ein Gespräch mit Falk Richter über Elfriede Jelineks «Am Königsweg», Idil Baydar und Benny Claessens, Autorität und Regiearbeit, punktgenaue Improvisationen und Machtmissbrauch im Stadttheater
Bühne des Jahres
In der Parallelwelt des Familien-Horrors
Die neueste Produktion von Vegard Vinge und Ida Müller, «Panini-BoysRoom», sowie eine seltene Begegnung mit dem Künstlerduo, das auch Bühnenbildner des Jahres ist
Theater des Jahres
Das Team aus der ersten Reihe
Basel hat das Theater des Jahres – und sollte sich besser
dazu bekennen. Intendant Andreas Beck hat die Bittstellerrolle satt: «Dass Theater kostet, ist doch eine Selbstverständlichkeit.»
Höhepunkte des Jahres 2017/18
Unter Druck
Neue Konflikte fordern das Theater, es wird enger auf den sonnigen Plätzen. Die Höhepunkte des Jahres zeigen, wie sich die Welt verändert hat. Auch das Stadttheater bleibt vom kulturellen Wertewandel nicht unberührt
König Reich
43 Kritiker*innen nennen Höhepunkte der Saison 2017/18
Neue Stücke der neuen Spielzeit
Der Geist der Macht
Lukas Bärfuss «Der Elefantengeist»
Billiger sterben
Svenja Viola Bungarten «Tot sind wir nicht»
Die Erfindung der alten Leier
Elfriede Jelinek «Schnee Weiss»
Im Generationenkrieg
Jörn Klare «Restleben»
Der Entgrenzungsorgiast
PeterLicht «Tartuffe oder das Schwein der Weisen»
Im Auge des Verrats
Enis Maci Ein neues Stück, noch ohne Titel
Gefangene der Geschichte
Wajdi Mouawad «Vögel»
Es schwingt
Fiston Mwanza Mujila «Zu der Zeit der Königinmutter»
Eine hässliche Herzogin
Christoph Nußbaumeder «Margarete Maultasch»
Der Schattenmann
Christoph Nußbaumeder «Im Schatten kalter Sterne»
Gefangene der Geschichte
Necati Öziri «Die Verlobung in St. Domingo» gegen Kleist
Corporate Consciousness
Burhan Qurbani und Martin Behnke «Kriegsbeute»
Versionen der Geschichte
Roland Schimmelpfennig «Odyssee»
Fokussiertes Bauen
Ferdinand Schmalz «der tempelherr»
Ministry for Loneliness
Simon Stephens «Maria»
Projekt Alltagsbewältigung
Bernhard Studlar «Nacht ohne Sterne»
Die Kugel in der Luft
Chris Thorpe «Victory Condition»
Systeme der Macht
Lot Vekemans «Momentum»
Beobachtung dritter Ordnung
Eric de Vroedt «The Nation»
Quellen der Unsterblichkeit
Robert Woelfl «Überfluss Wüste»