Babelsberg goes Fliegerhorst
Nur das «L» fällt aus dem Rahmen. Und markiert ein wenig Ironie in der «Wahlheimat» – das Wort steht haushoch an der Ausweichspielstätte des Staatstheaters in Oldenburg, dessen Haupthaus mit der Großen Bühne gerade auf ein Jahr zur Runderneuerung freigegeben ist; auf der Suche nach Ersatz wurde das Theater auf dem örtlichen Fliegerhorst fündig. Auf nicht mehr genutzten Rollfeldern, Start- und Landebahnen hocken Bataillone von Krähen. So unwirklich ist Theater an diesem Ort, dass auch das frohgemute Wort von der »Wahlheimat» nichts hilft – fremd bleibt fremd.
Drin in Halle 10 hat Oldenburgs Staatstheater allerdings keine Mühe gescheut, um eine funktionierende Bühne ins postmilitärische Vakuum zu bauen. Klaus Schumacher, der Gast vom gefährlich schlingernden Hamburger Schauspielhaus-Schiff, nutzt sie geschickt – und erzählt die poetische Theater-Geschichte um die «Kinder des Olymp» konsequent als Film-Fabel, als eine Art Making-of einer zeitgenössischen Remake-Version von »Les Enfants du Paradis». Und das auf breitestmöglicher Breitwand – so wurden in den 60er Jahren Monumental-Schinken wie «Doktor Schiwago» dem Publikum vor Augen geführt. Schumachers Film-Set nimmt Breite und Tiefe ...
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Theater heute Januar 2011
Rubrik: Chronik, Seite 53
von Michael Laages
«Annika oder Wir sind nichts» heißt ein neues Stück aus den «topographischen, städtebaulichen und seelischen Provinzen», das am Deutschen Theater uraufgeführt wird. Und da es vom naturwissenschaftlich versierten Pop-Literaten Dietmar Dath stammt, darf man sich vermutlich mit Kevin Rittberger auf ein paar diskursive Anstrengungen gefasst machen, die man an der...
Aachen, Grenzlandtheater
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29. Lewnisky, Ein ganz gewöhnlicher Jude
R. Uwe Brandt
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Kasse: 0241/47 84 244
13. Schober, Clyde und Bonnie
R. Nora Mansmann
14. Soler, Gegen den Fortschritt
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22. Shakespeare, Viel Lärm um nichts
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Ka...
Eine der schönsten, kindlichsten, aber natürlich auch alleraltmodischsten Verabredungen im Theater ist, dass das Publikum das, was auf der Bühne erscheint, für die Dauer des Spiels als «wahr» betrachtet. Marius von Mayenburg, Hausautor, Dramaturg und mittlerweile auch Regisseur an der Berliner Schaubühne, hat eine surreale Komödie geschrieben, in der diese...
