Whomm! Zoing!

Rebekka Kricheldorf «Gotham City I» (U, Theaterhaus)

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Ein Comic bleibt ein Comic bleibt ein Comic – auch wenn er ohne Sprechblasen auf der Bühne daherkommt. Das heißt: Große Hüllen mit wenig Inhalt sind das eigentlich schon, die man im Theaterhaus Jena bei Rebekka Kricheldorfs Batman-Fortschreibung «Gotham City I»
zerplatzen hört, einer scheinbar ins Unendliche angelegten (mindestens die Teile II und III
werden noch folgen) knallbunten Un-Sittengeschichte aus den Abgründen eines Provinz-
Molochs.

Sex und Crime, Drugs und Philosophie sind die zentralen Themen dieser Outlaw-Revue, die Markus Heinzelmann ohne Rücksicht auf Geschmacksverluste auf die knarzende Drehbühne platziert und mit «Krawumm» und «Splash» und «Quiiietsch» genregerecht auf
die Trash-Spitze treibt.

Das ist im Ansatz und bei der szenischen Verwirklichung zunächst auch ziemlich komisch. Denn so weit liegen die realen und die gezeichneten Welten gar nicht auseinander. Die Halbsätze, in denen sich grundlegende Analysen der völlig verkommenen Gesellschaft verbergen, die Geistesblitze, hinter denen nur platte Binsenweisheiten stecken – Gotham City, die legendäre Comic-Metropole, ist wie das Böse immer und überall. Also können die Helden, die jede Stadt nun einmal braucht und ...

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Theater heute Januar 2011
Rubrik: Chronik, Seite 52
von Bernd Noack

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