Akteure
Sie ist die Grande Dame der deutschen Bühnenverlage, er der Dandy der deutschen Theaterwissenschaft: Maria Sommer, 90, leitet bis heute den Gustav Kiepenheuer Bühnenvertrieb. Im Gespräch erzählt sie von ihrem Einsatz für die Urheberrechte und ihrer Freundschaft mit Günter Grass, Christa Wolf und George Tabori.
Andrzej Wirth, 85, übersetzte mit Marcel Reich-Ranicki Dürrenmatt und Kafka, bevor er 1966 aus Polen in die USA emigrierte. In den 80er Jahren gründete er in Gießen das legendäre Institut für Angewandte Theaterwissenschaft.
Er erinnert sich an die wilden 60er, an Jerzy Grotowski und Robert Wilson.
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Theater heute August/September 2012
Rubrik: , Seite 42
von
Wahrscheinlich wäre Ernst Schumacher einverstanden gewesen, wenn man ihn als «stur» bezeichnet hätte, und zwar in der oberbayerischen Lesart des Begriffs. Also eher hartnäckig und zäh als dogmatisch; eher unbeirrbar und störrisch als ideologisch, wobei es zwischen den semantischen Feldern durchaus Überschneidungen gibt.
Er stammte aus bäuerlich katholischen...
So ein Plot muss einem erst einmal einfallen: Hindu-Gott Ganesh – das ist der mit dem Elefantenkopf – reist im Zweiten Weltkrieg aus Indien nach Deutschland. Seine Mission: Er will den Nazis das Hakenkreuz, ein Derivat der hinduistischen Swastika, wieder wegnehmen. Ganesh begegnet gleich einmal Doktor Mengele (der sich natürlich sehr für diesen bizarren...
Terry, die Performerin mit den langen, etwas zersaust wirkenden Haaren, setzt ihre Worte in ihrem ganz eigenen Rhythmus, mit Bedacht, ein wenig schleppend: «Eine gute Geschichte braucht einen guten Anfang, Charaktere, Vorbilder, beste Freunde, Feinde, Überraschungen …» Die Aufzählung zieht sich in die Länge. Während Terry spricht, macht sich unter den fünf anderen...
