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Radikal verschieden: Das «Radikal jung»-Festival bringt ein Potpourri junger Regieentwürfe auf die Bühne

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In den Zwanzigern scheint einem das Leben offen zu stehen. Gelegentlich stößt man aber auch auf verschlossene Türen. Dann heißt es: anklopfen, umdrehen oder radikal einrennen. Und plötzlich ist man mittendrin. Zwanzig Jahre alt und immer noch radikal jung, wird in diesem Jahr das Theaterfestival für junge Regieführende am Münchner Volkstheater, das Intendant Christian Stückl seit nunmehr zwei Jahrzehnten erfolgreich verantwortet.

«Radikal jung», das sind in dieser Aus -gabe zwölf bemerkenswert unterschiedliche Inszenierungen, die mal begeistern, mal irri -tieren.

Eingeladen hat die fünfköpfige Jury sowohl große Häuser wie etwa das Maxim Gorki Theater mit «Die Allerletzten» oder das Volkstheater selbst mit einer Eigenproduktion von «Die Nashörner» als auch kleinere Bühnen und Kollektive wie die «Groupe Crisis» aus Marseille.

Studiert man vorab das Programm, wundert man sich über die Dichte einschlägiger Werke: Mit «Antigone», «Der Besuch der alten Dame», «Der Idiot» und «Die Nashörner» tauchen für ein Festival, das sich jungen Handschriften widmet, überraschend viele alte Stoffe auf. Gegenwartsdramatik hingegen bleibt in diesem Jahr quasi aus. Wie radikal und wie jung kann es dann ...

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Theater heute Juni 2026
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Ella Rendtorff

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