Ziemlich beste Recherchegringos
Eines muss man den Putins, Lukaschenkos und Erdogans dieser Welt lassen: Sie vergiften Oppositionelle derart öffentlichkeitswirksam oder sperren sie derart sichtbar weg, dass die ganze Welt es mitbekommt. In Lateinamerika ist das seit den dunklen Jahren der Militärdiktaturen in Ländern wie Chile, Argentinien und Brasilien etwas anders. Dort ließ und lässt man Menschen ganz einfach verschwinden. Der größte mittelamerikanische Staat zum Beispiel ist Spitzenreiter in der Statistik der sogenannten Desaparecidos. In Mexiko sind seit 1964 mehr als 73.
000 Menschen im Bermudadreieck von Drogenkartellen, korrupten Polizeieinheiten und staatlichen Behörden verschwunden.
Der Dramatiker Thomas Köck, Mitglied des 2012 in Mexiko-Stadt gegründeten Kollektivs Bola de Carne, hat sich nun zusammen mit seinen Kollegen dem Phänomen des Verschwindens gewidmet und für das Stuttgarter Staatsschauspiel ein zerstückeltes Bühnenwerk geschaffen. Es geht unter anderem um das schwäbische Rüstungsunternehmen Heckler & Koch, das G36-Sturmgewehre in eine mexikanische Krisenregion lieferte und sich vor deutschen Gerichten nicht etwa dafür verantworten musste, dass mit den Waffen Studentinnen und Studenten ...
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Theater heute Dezember 2021
Rubrik: Chronik, Seite 58
von Jürgen Berger
Männer sind in der Literatur definitiv das schwache Geschlecht. Peter Handkes Sprechstück «Publikumsbeschimpfung» (1966) wirkt im Vergleich zu Lydia Haiders feministischer Hass-Suada «Zertretung – 1. Kreuz brechen oder Also alle Arschlöcher abschlachten» wie ein niedlicher Kindergeburtstag. Bei Haider wird kurzer Prozess gemacht mit prominenten österreichischen...
1./MITTWOCH 22.40, arte: 40 Jahre Aids – Schweigen = Tod
Dokumentation (Deutschland 2021) von Jobst Knigge
23.15, arte: Hervé Guibert – Anschreiben gegen den Tod
Dokumentarfilm (Frankreich 2019) von David Teboul
2./DONNERSTAG 22.30, arte: Toni Erdmann
Spielfilm (Deutschland/Österreich 2016) von Maren Ade, mit Sandra Hüller, Peter Simonischek, Michael...
ALTENBURG GERA, THEATER
12. nach den Gebrüdern Grimm, Das tapfere Schneiderlein
R. Manuel Kressin
ANSBACH, THEATER
4. Willemsen, Habe Häuschen. Da würden wir leben
R. Robert Arnold
16. Jacobs und Netenjacob, Extrawurst
R. Axel Krauße
BADEN-BADEN, THEATER
4. Tabori, Mutters Courage
R. Franziska Stuhr
BASEL, THEATER
4. nach Balzac, Verlorene Illusionen
R....
