«You, me, non-binary»

John Cameron Mitchell, Stephen Trask «Hedwig and the Angry Inch» im Staatsschauspiel Hannover

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Mitten hinein in die Gendersternchen-Diskussionen, mitten hinein in die Diskurse zur politisch-korrekten Identifizierung aller Möglichkeiten jenseits des Binären inszeniert Friederike Heller «Hedwig and the Angry Inch». Das Musical von John Cameron Mitchell, 1998 am Off-Broadway uraufgeführt, ist sicherlich eines der unterhaltsamsten Stücke zur Debatte. 

Heller inszeniert es, auf die zwei Hauptfiguren reduziert, in Hannover, der «schwulsten Stadt Deutschlands», wie Hedwig süffisant anmerkt.

Mit riesigen, transparent schimmernden Schmetterlingsflügeln (Kostüme: Sabine Kohlstedt) erscheint Hedwig auf der Bühne, mit einer blonden Langhaarperücke und Kunstwimpern bis zum Schnürboden. Sofort ist klar: Das hier ist ihr Rampenlicht, ist ihre Show. Mohammed Achour spielt Hedwig, die Hauptfigur, die Drag-Queen dieses Abends. Irgendwann stellt sie noch kurz ihren Sidekick (und aktuellen Ehemann) Yitzhak (Katherina Sattler) vor, um ihn gleich darauf zur Seite zu schubsen. Und irgendwann später, etwas weniger beiläufig, ihre Band, «The Angry Inch»: Diese formiert sich aus Peter Thiessen, dem ehemaligen «Blumfeld»-Bassisten und jetzigem Sänger, Songwriter und Gitarristen der Band «Kante», sowie ...

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Theater heute Januar 2022
Rubrik: Chronik, Seite 58
von Katrin Ullmann

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