Wohliger Grusel

nach F. W. Murnau und Bram Stoker «Nosferatu» im Grassi-Museum Leipzig

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Hinter den drei steinernen Art-Deco-Torbögen des Leipziger Grassi-Museums wartet das geheimnisvolle Transsylvanien mit dem dunklen Fürsten Nosferatu. Das Schauspiel Leipzig nutzt den Hof des Museums für einen Ausflug in einen Horrorklassiker, inszeniert von Katharina Ramser, die mit dem «Nosferatu» zugleich ihre erste Arbeit am Leipziger Theater zeigt.

Die Fassung orientiert sich primär an dem Stummfilm von 1922 und spielt mehr in London denn in Rumänien.

Dorthin verschlägt es zwar am Anfang den jungen Advokaten Jonathan Harker (Luca-Noél Bock) zu dem merkwürdigen Grafen (eindrucksvoll in wenigen Auftritten: Markus Lerch), und die dortigen Szenen sind mit viel Nebel, künstlichen Kerzen und den drei Vampirgehilfen des Schauspielstudios durchaus opulent, doch die eigentliche Handlung findet in London statt.

Hier sitzt R. M. Renfield (Thomas Braungardt) in einem weißen runden Pavillon in einer psychiatrischen Anstalt, summt den lieben langen Tag Kinderlieder und macht Jagd auf Kleintiere, die er verzehrt. Auf die andere Seite des Innenhofs hat Ute Radler einen staatlichen Friedhof gebaut, der als morbide Referenz zum Dracula-Motiv dazugehört und sich wunderbar in das ...

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Theater heute November 2024
Rubrik: Chronik, Seite 56
von Torben Ibs

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