Wo der Mensch den Himmel einreißt
Die Sonne als das lebensspendende Gestirn droht zur großen Verbrennerin menschlichen Lebens auf der Erde zu werden, denn der Planet wurde tüchtig ausgebeutet und jeglichen Schutzes beraubt. Ein klassisches mittelständisches Familienunternehmen, «a business not far away and auch nicht außerhalb europas» hat eine Geschäftsidee: Geo -engineering soll die Lösung sein, indem Salzpartikel in die Wolken injiziert werden, um somit einen Schutzschild vor der bedrohlichen Strahlung über die Erde zu legen – für einige Jahre zur Regeneration.
Eine Methode, die in der Wissenschaft durchaus im positiven Sinne als «Chemotherapie für die Erde» bezeichnet wird. Die «Nebenwirkungen» dieser Chemotherapie laufen aus dem Ruder in Thomas Köcks Stück und erzeugen eine verheerende Eiszeit. Es ist schlimmer als zuvor. Sun off! Nur für die Firma läuft es prächtig. Die Welt lässt sich offenbar nicht durch Unternehmungen retten, die einer Logik des Profits folgen. Privatwirtschaftliches Gewinnstreben und das Wohl der Allgemeinheit sind entgegen kapitalistischer Augenwischerei systemimmanent unvereinbar. Der Markt frisst seine Kinder: «zurück bleibt ein planet auf dem frisch froh der nächste dem nächsten den ...
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Theater heute Jahrbuch 2026
Rubrik: Neue Stücke, Seite 140
von Remsi Al Khalisi
Ich befinde mich auf einer Bahnfahrt zwischen Dresden und Berlin. Auf meinem Sitzplatz angekommen, krame ich Bücher aus meiner Tasche, um zu arbeiten, als mein Blick auf die sächsische Ausgabe der «Bild»-Zeitung fällt. Sie gehört der Frau, der ich gegenübersitze. Die Schlagzeilen kann ich nicht lesen, denn darüber liegt ein Buch über die Gefährdung Deutschlands...
Wie sind die Ursachen des Backlashs auf emanzipatorische Bewegungen zu deuten? Sind wir – oder zumindest einige von uns – einfach erschöpft? In seinem Werk «Die Burnout-Gesellschaft» beobachtet Byung-Chul Han, dass wir nicht mehr in einer Gesellschaft leben, die in erster Linie durch Unterdrückung geprägt ist, sondern durch Selbstausbeutung. Die Forderung lautet...
Viele Höhepunkte – im Team oder solo, ein weites Feld und doch klare Sieger:innen:
Die Münchner Kammerspiele, nun geleitet von Barbara Mundel, sind nach sechs Jahren wieder das Theater des Jahres.
Jan-Christoph Gockel hat Schillers «Wallenstein» mit Jewgeni Prigoschin und einer Kochshow kurzgeschlossen und mit diesem «Schlachtfest in sieben Gängen» die Inszenierung...
